„Die Ruhe vor dem Sturm“

10 08 2012

Meine lieben Daheimgebliebenen,

ich melde mich schon ein paar Tage früher als sonst, denn heute hat die „Airlie Beach Race Week“ angefangen!! (Ich hab dann erst mal keine Zeit mehr zu schreiben 🙂 !) Ich bin super aufgeregt und voller Freude. Die letzten Tage waren sehr ruhig und entspannt (die Ruhe vor dem Sturm :)) und ich konnte noch ein bisschen Kraft tanken.

Am Montag habe ich eine Regenwaldtour gemacht. Ich war bei den „Crystal Cascades“, das ist etwa eine halbe Stunde von „Cairns“ entfernt. Unser Tourguide führte uns quer durch den Regenwald und erklärte uns alles Mögliche über die verschiedenen Bäume und Pflanzen und ihre Verwendung. Das war wirklich super interessant! Danach sind wir zu einem Wasserfall gelaufen (mehr geklettert) und waren dort schwimmen. Zum Abschluss haben wir noch einen kleinen „Walk“ zu den „Crystal Cascades“ gemacht, bevor es wieder zurück ins Hostel ging. Dort musste ich wieder meinen Rucksack packen und meine Weiterreise vorbereiten.

Tourguide führt uns durch den Regenwald

crazy Pilze

im Regenwald

Wasserfall

Ich bei den Crystal Cascades

Crystal Cascades

Am Dienstag klingelte der Wecker sehr früh, denn ich musste mich auf den Weg zurück nach „Airlie Beach“ machen. Ich hatte ein riesen Glück, dass ich nicht „hitchhiken“ musste, denn mein Busfahrer von OZ Experience hatte mir angeboten mich noch mal mitzunehmen (umsonst!). Ich war heilfroh, dass ich die 140 Dollar sparte! Ich machte also die gleiche Tour (wie am Freitag) nur rückwärts: „Fig Tree“, „Lake Echam“, „Millaa Millaa Falls“ und schließlich zurück nach Townsvill. Dort musste ich einen „Overnight-Stop“ einlegen, damit ich am nächsten Tag mit dem OZ Bus weiter fahren konnte.  In „Townsvill“ blieb ich diesmal über Nacht und ich machte mich nicht auf den Weg zu „Magnetic Island“. Ich konnte bei einem Bekannten von Andy übernachten, was mir sehr gelegen kam, denn die Hostels sind dort sehr teuer. Cud (der Bekannte von Andy) holte mich an der Busstation ab und ich verbrachte den Abend mit ihm und seinen Mitbewohner Jim. Die beiden sind „real Aussies“ und ich hatte ein Menge Spaß mit ihnen! Wir fuhren zuerst zu einem Aussichtspunkt in „Townsvill“ und genossen die Aussicht auf „Townsvill“ und „Magnetic Island“. Wir saßen auf „den Dächern“ von „Townsvill“ und redeten über das Leben, bevor wir wieder zurück in die Wohnung von den beiden gegangen sind. Dort kochten sie für mich, wir hatten ein leckeres Abendessen und danach spielte Cud auf seiner Gitarre und gab mir Unterricht.

ein Blick auf Townsvill und Magnetic Island

Townsvill

Cud und Jim

Spaß auf dem Dach

Ich mit Magnetic Island im Hintergrund

Lookout

Cud beim Gitarrespielen

Am Mittwoch hatte ich den ganzen Vormittag zur freien Verfügung. Cud und Jim brachten mich zur Busstation und ich traf mich noch mal mit Laura (sie hatte ich bei Andy in Airlie Beach kennengelernt). Wir gingen einen Kaffee trinken und hatten ein nettes Gespräch unter Frauen. Das tat mal so richtig gut! 😉 Nach dem Mittagessen ging es dann endlich wieder zurück nach „Airlie Beach“. Das Segeltraining (jeden Mittwochnachmittag) hatte ich leider verpasst, denn ich kam erst am Abend dort an. Ich war so froh, wieder „zu Hause“ zu sein! Andy und ich waren noch auf einer kleinen Party und haben getanzt und Spaß gehabt. Außerdem war ich noch bei einer „Wahrsagerin“ (Tarotkarten) und habe mir meine Zukunft „legen“ lassen. Ich war absolut begeistert, wie genau sie mein bisheriges Leben beschreiben konnte…dementsprechend glaube ich auch an meine Zukunft! Und die ist gut! 😉

auf dem Weg nach Airlie Beach

kleine Party mit Musik und Tanz

Am Donnerstag lief ich morgens in die Marina um bei den letzten Vorbereitungen zu helfen. Die Regatta-Sticker mussten ans Boot geklebt und das Boot geputzt werden. Danach lief ich durch die Marina und beobachtete eine Weile die anderen Segler. Alle schrubbten ihr Boot und jeder machte ein paar Witze wie „Wir sehen uns an der Ziellinie…ich warte dort auf dich…hehe!“ 🙂 Das ist überall in der Welt gleich…die Stichelleien vor dem Race! Alle waren sie (inklusive mir) voller Vorfreude auf die bevorstehende Regatta. Mit Andy und seiner Crew bin ich dann noch segeln gegangen. Die Crew wollte den Spinaker testen, bevor das Race startete. Ich durfte also einen Nachmittag lang auf einem 80-Fuß Boot segeln! Das ist ein riesiges Cruiserboot und das Segeln war sehr komfortabel! 🙂 Ich habe mir gleich mal wieder einen Sonnenbrand geholt. Am Abend sind wir noch zu der „Eröffnungsparty“ in den Yacht-Club gegangen, bevor wir müde ins Bett gefallen sind.

ein Blick in den Mast einer 80-Fuß Yacht

Heute startete das Race…also Tag 1! Ich lief zu meinem Boot und mir kam gleich mal „Jessica Watson“ entgegen. Sie hatte ein Fernsehteam um sie herum, ich hatte also keine Gelegenheit sie anzusprechen. (Noch nicht 😉 ) Ich bekam mein Crew-Shirt und meine Crew-Kappe und dann ging es auch schon los. Mit einer „Pacific 36“ sind wir an den Start (von diesen Booten wurden nur 6 hergestellt!). 120 Boote gingen an den Start und alle wollten gewinnen. 19 Seemeilen waren zu segeln und wir sind als dritter (in unserer Klasse) durch die Ziellinie. Wir waren sehr zufrieden! Morgen früh geht es dann wieder weiter! Ich bin richtig aufgeregt und dass alles ist so spannend! Vor allem bin ich aber: einfach glücklich!!

„mein“ Boot für das Race

Start der Raceweek

120 Boote passen nicht auf ein Bild 😉

 

Ich schreibe euch am Ende der Race-Week wieder!!

 

Bis bald,

 

eure Christiane

 



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2 Antworten zu “„Die Ruhe vor dem Sturm“”

  • Madeleine sagt:

    Wow, du lebst gerade deine Träume, das ist so toll und ich kann einfach nicht aufhören, stolz auf dich zu sein =)
    Eigentlich sollte das Fernsehteam dich umzigneln, denn du hast bestimmt auch so einiges zu erzählen 😉

  • Steffen sagt:

    Dritter von 120 in seiner Kategorie klingt echt gut.Bin mal gespannt wie das alles am Ende der Woche aussieht! 🙂
    Schick das Fernsehteam das nächste mal weg,die können immer mit ihr reden,sag hast was wichtiges zu bereden^^

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