New York City und mein Fazit von Amerika
14 10 2012Hallo meine lieben Daheimgebliebenen,
heute schreibe ich euch das das letzte Mal (zumindest während meiner Reise!). Ich war in den letzten Tagen in New York und habe viel erlebt:
Am Dienstag war mein letzer Tour-Tag und somit mussten wir unsere Campingausrüstung putzen und sortieren. Der Campingkocher wurde geschrubbt, die Töpfe gezählt und die Zelte getrocknet. Als der Van wieder beladen war, hieß es „auf Richtung New York“! Wir sind um 11 Uhr losgefahren und es lagen nur 300km vor uns. Leider hat uns das (mit allen Stopps) knapp 7 Stunden gekostet, denn wir standen 3 Stunden im Stau. Vor uns war ein Unfall und der Highway war gesperrt. Es ging absolut gar nichts mehr. Um 18 Uhr kamen wir endlich in „New Jersey“ an und dann hieß es auch -Abschied nehmen! Viele Tränen sind gekullert (auch bei mir), denn wir sind in den 3 Wochen als kleine „Familie“ zusammengewachsen. Wir haben zusammen gelacht und viel Spaß gehabt…! Nach dem -doch ziemlich schweren- Abschied, bin ich weiter nach New York City gefahren. Ich habe mir ein Taxi mit den anderen geteilt und somit wurde ich direkt an meinem Hotel raus gelassen. Ich stieg aus und dachte: „Mhm, ich glaube ich bin hier falsch, dieses 4****Hotel kann unmöglich das Richtige sein. Aber…es war das Richtige. Ein Freund- Florian- kam mich in New York besuchen und er hatte das Hotel gebucht. Er wartete bereits, als ich ankam. Wow…ich war wirklich baff von dem Hotel…ich glaube einen Backpacker haben die hier noch nicht gesehen! 🙂 So ging es also von der Isomatte zum 4**** Hotel!! DANKE Flo!!!!! Zusammen machten wir uns auf den Weg, um die ersten Eindrücke von New York zu sammeln. Wir liefen zum „Timesquare“ und ließen die Lichter auf uns wirken, bevor wir den M&M- Store, den Disney-Store und den Mega-Toy´s „R“us (Riesenrad inside!!) unsicher gemacht haben. Nach den ersten –wunderbaren- Eindrücken liefen wir zurück zum Hotel und erzählten noch ein bisschen.
Am Mittwochmorgen konnte ich seit langem mal wieder ausschlafen. Wir fuhren mit der U-Bahn nach „Chinatown“ und „Little Italy“. Wie man es sich vorstellt gab es überall chinesische Schriftzeichen oder -in Little Italy- kleine Restaurants und Cafes. Nach unserem Ausflug in die „anderen Welten“ liefen wir weiter zur „Brooklyn Bridge“, um die Aussicht auf „Manhattan“ zu genießen. Das Wetter wurde immer besser und so kam die Sonne raus und wir hatten blauen Himmel. Wir sind in das Museum „Bodies“ (man kennt es in Deutschland unter Körperwelten) gegangen und danach haben wir uns die berühmte „Wall-Street“ angeguckt. Am späten Nachmittag sind wir zum Hafen gelaufen, um dort einen Segeltrip zu buchen. Wir waren auf einem „Clipper“ und hatten eine „Manhattan- Rundfahrt“. Wir sahen die Freiheitsstatur, die Skyline von „Manhattan“ und den Sonnenuntergang. Und das Beste dabei….alles von einem Segelboot aus! 😉 Nach der Rundfahrt fuhren wir zum „Timesquare“ und schließlich zum Hotel.
Am nächsten Tag kamen wir nur schwer aus den Federn…wir waren immer noch k.o. vom Sightseeing am Vortag! Dementsprechend sind wir erst ein bisschen später los und haben uns zuerst das „Empire State Building“ angeguckt. Es hat uns 45 min. „anstehen und warten“ gekostet, aber schließlich hatten wir von dem 86. Stock (des höchsten Gebäudes von NY) einen super Ausblick. Das Wetter war perfekt -blauer Himmel und Sonnenschein- und somit konnten wir richtig weit sehen. Ein atemberaubender Ausblick! Danach haben wir den „New York Skyride“ mitgemacht. Das ist eine „3D-Achterbahn“, die „über New York fliegt“ und man erfährt dabei einiges über die Stadt. Nice to see….aber ganz ehrlich: weiterempfehlen würde ich das nicht! Nach unserem „Skyride“ fuhren wir mit der U-Bahn zum „9/11 Memorial“. Dort haben wir uns die „St. Pauls Church“, das Museum vom 11. September und natürlich das 9/11-Denkmal angesehen! Die Bilder und die Geschichte geht wirklich unter die Haut und es ist nach wie vor unvorstellbar, was vor 11 Jahren hier passiert ist! Zu guter Letzt haben wir uns die „Tinity Church“ angesehen, bevor wir zurück zum Hotel gefahren sind. Wir machten uns fertig, denn wir waren mit zwei Mädels (aus meiner USA-Reisegruppe) zum Abendessen verabredet! Wir trafen uns mit ihnen, verbrachten noch einen netten Abend und trafen auch gleich noch auf M.C. aus meiner Reisegruppe. (New York ist eben ein „Kuhkaff“! ;)) Ich habe mich so gefreut, dass ich die Mädelsund auch M.C. noch mal sehen konnte, bevor sie (und auch ich) abreisen. Müde (und mit müden Füßen) sind wir zurück ins Hotel!
Am Freitagmorgen machten wir uns gleich auf den Weg zum „Madame Tussauds“. Ohne lange anzustehen, kamen wir in das Museum und wir haben uns die Stars unter die Lupe genommen. Nach Einstein und Co. sind wir weiter in das „Believe it or not – Museum“ gegangen. An jeder Ecke wartet dort ein kleines „Wunder“ oder eine Sinnestäuschung! 😉 Schließlich nahmen wir die U-Bahn zum „National Museum of Natural History“, um die Naturwelt zu bestaunen. Vom Urknall -über Dinosaurier- bis hin zum heutigen Mensch, erfährt man dort alles. Wir hielten uns eine Weile dort auf, bevor wir zum späten Mittagessen (es war bereits 16Uhr!) gekommen sind. Nach unserer „Mittagspause“ sind wir noch in die „St. Pauls Cathedral“ und zu guter Letzt zum „Rockefeller Center“. Dort haben wir den Ausblick vom 67. Stock genossen….erst bei Tageslicht und nach dem Sonnenuntergang mit den Lichtern der Stadt! Der Ausblick war einfach Wahnsinn. Wir hatten drei volle Tage mit Sightseeing zugebracht, dementsprechend sind wir müde zurück zum Hotel gefahren und dort ins Bett gefallen.
Am Samstag hatten wir vom Sightseeing erst mal genug. Wir nahmen den Bus Richtung „New Jersey“, denn dort ist eine riesen Shopping-/Outlet- Mall! Wir waren ein paar Stunden shoppen (ich habe nur zwei Sachen gekauft, Flo ein bisschen mehr! 😉 ) und am Nachmittag ging es für uns wieder zurück nach „Manhattan“. Dort packte ich meinen Rucksack ein letztes Mal und wir machten uns für den Abend fertig. Ich zog mein Kleid an (und sogar hohe Schuhe!) und somit stand mein letzter Abend meiner Weltreise auch schon vor der Tür. Flo und ich liefen zur 51. Street und schauten uns dort (im zweitgrößten Theater von New York) das Musical „Wicked“ an. Es war ein wunderschönes Musical und ein wunderschöner letzter Abend in New York.
Jetzt hat mein letzter Tag auf Reisen angefangen…..wir werden uns heute noch den „Central Park“ angucken und dort die Zeit verbringen, bevor wir uns gegen 17 Uhr auf den Weg zum Flughafen machen müssen. Flo und ich haben verschiedene Flüge nach Hause und somit lande ich erst morgen Mittag (etwa 2 Stunden nach ihm).
Nicht mehr lange und ich bin wieder daheim…..jetzt gibt es aber erst mal mein Fazit von Amerika:
Mein Fazit von Amerika
Das wunderschöne und vielfältige Land Amerika – es ist schwer die Eindrücke in Worte zu fassen, die ich hier gesammelt habe. Ein Wort, welches zum Land passt?? Definitiv das Wort „Groß“!! Alles ist einfach riesig! Aber es ist nicht nur riesig, sondern auch vielfältig. Am besten hat mir definitiv der Westen gefallen, mit den Bergen, den Nationalparks und der atemberaubenden Landschaft. Hier bin ich wieder ins Staunen gekommen und seit langem hatte mich wieder etwas so richtig begeistert. Aber auch der Süden, mit dem mexikanischen Einfluss, ist einfach wunderbar. Das Essen ist scharf und die Menschen sind anders. Der Osten hat dafür die schöneren Städte: New Orleans, Nashville, Washington DC und New York waren der Hammer!! Es ist einfach für jeden Typ Mensch und für jeden Geschmack etwas dabei. Man hat alle Möglichkeiten der Welt, wenn man durch Amerika reist. Die „Outdoorliebhaber“ (wie auch ich) sind im Westen super aufgehoben und die „Fashionfreaks“ finden in New York ihr Glück. In Amerika ist einfach alles Möglich und ich bin begeistert von der Vielfältigkeit. Es ist ein Land der „Extreme“!! Alles ist entweder super groß, fett, süß, salzig, ungesund, lang, hoch, breit….ODER….klein, low fat, low calorien, zero, super gesund, sportlich, Fitness und Lifestyle. Die Spannbreite ist einfach riesig und somit gibt es beide Extreme. Im Supermarkt gibt es eine super große Abteilung nur mit „Zero“ und „Low Fat“ und gegenüber ist das Süßigkeitenregal mit einer Auswahl, die ist einfach Wahnsinn. Penutbutter-Schockoladen-Toffee-M&M´s -das gibt’s echt nur in Amerika! Auf der Straße trifft man auf viele Sportler beim Joggen und auf der anderen Straßenseite zieht man einen fettleibigen Amerikaner in einem Rollstuhl, weil er alleine nicht mehr laufen kann. In Amerika gibt es alles und es ist alles Möglich!
Genauso ist es mit dem Wetter und dem Klima. Der Westen und der Süden sind wunderbar warm oder sogar heiß, während der Osten kühler und der Norden sogar richtig kalt ist. Während ich nahezu überall in kurzen Hosen und Flip Flops umhergelaufen bin, erzählten mir die Einheimischen vom Norden, dass es bei ihnen gerade schneien würde.
Amerika ist groß und somit bin ich von West nach Ost durch 4 Zeitzonen gefahren. Man verliert 3 Stunden von Los Angeles bis New York und das innerhalb von einem Land! (Schwer vorzustellen, gell??!!)
Die Leute- also die Amerikaner- sind super liebe, hilfsbreite und aufgeschlossene Menschen. Wie in Australien oder Neuseeland wird man überall (auch in den Supermärkten) super freundlich begrüßt und man hat „Smalltalks“ den ganzen Tag lang. Es gibt „weiße“ und „schwarze“ Amerikaner, aber bis auf das das Aussehen, konnte ich keine Unterschiede feststellen. „Beide“ sind super liebe Menschen! 😉 Leider konnte ich hier nicht „Couchsurfen“, aber ich habe ein paar Amerikaner kennengelernt, die „Couchsurfer“ sind und diese waren super lieb. Ich bin mir sicher, dass ich hier auch wieder sehr gute Erfahrungen gemacht hätte. Definitiv sind sie alle sehr aufgeschlossen, freundlich, positiv und lustig.
„TrekAmerica“ heißt die Organisation, die die Touren durch Amerika, Kanada oder Südamerika anbietet. Mit meiner Tour habe ich einen absoluten Glücksgriff gemacht und ich bin begeistert! Das Konzept ist einfach super: eine kleine Reisegruppe, ein Tourguide, campen, ein paar Hotelnächte und der Mix zwischen „Outdoor, hiken, Natur“ und „Städten, Party, Fashion“. Die Tour ist geplant und organisiert, aber trotzdem muss man noch genug selbst machen (kochen, Zelte aufbauen, einkaufen usw.), sodass keine Langeweile aufkommt. Man hat eine feste Reiseroute, aber an den jeweiligen Orten hat man die absolute Freiheit den Tag zu planen, wie man möchte. Ich hatte eine super Gruppe mit super netten Leuten aus verschiedenen Ländern. Wir alle haben uns gut verstanden, uns gegenseitig geholfen und (das wichtigste!) voneinander gelernt! So gab es mal „Korea-Kochunterricht“, „Englisch Nachhilfe“ und wir haben den „Tag der deutschen Einheit“ gefeiert! Und das alles, während wir durch Amerika gereist sind und 6850km zurück gelegt haben. Jeder musste mal kochen, jeder musste man den Abwasch erledigen oder den Van reinigen. Es hatte einfach immer jeder eine Aufgabe und zusammen funktionierten wir wie eine Familie. Unsere Tourguide (Whitney) war/ist einfach die Beste. Sie war die „Mama“ unserer kleinen Familie, aber trotzdem mehr eine Freundin für uns. Mit ihren jungen 25 Jahren passte sie einfach super in unsere Gruppe, sie wusste alle Infos zu den Orten und Sehenswürdigkeiten und erledigte somit einen super „Guide- Job“! Und dabei war sie trotzdem super locker und für jeden Spaß zu haben. DANKE Whitney….du hast diesen Road Trip zu einem unvergesslichen Abendteuer gemacht. Ich hoffe, dass ich ein zweites Mal nach Amerika kommen kann und du mich dann wieder fragst: „Wanna surf my Couch??“ 😉 Ich kann diesen Trip und diese Organisation nur absolut empfehlen, wenn ihr mal eine Reise in die Staaten plant!
Zusammenfassend kann ich also sagen: JA, Amerika ist wieder eine Reise wert! Ich habe lange noch nicht alles gesehen und ich bin begeistert von diesem Land der Extreme. Es war ein wunderbarer Abschluss von meiner Weltreise und ich bin froh, dass ich noch mal so viele neue Eindrücke sammeln konnte.
Jetzt ist es also tatsächlich vorbei, ich bin am Ende meiner Reise, ich bin einmal um die Welt gereist!!! Es ist wortwörtlich „unfassbar“ für mich, was ich in diesem Jahr alles erlebt habe. Ich werde noch lange brauchen um das alles zu begreifen! Ich bin dankbar, für alle diese Erlebnisse (ob gut oder schlecht) und für alle netten und interessanten Begegnungen, die ich machen durfte. Ich hatte die beste Zeit meines Lebens und –natürlich-bin ich jetzt traurig, dass mein Abendteuer vorbei ist. Ich freue mich auf meine Familie und auf meine Freunde, die ich schon in wenigen Stunden in die Arme schließen kann….! Die Reise geht weiter – es geht nach Hause- und ich komme definitiv reifer, erwachsener und verändert zurück.
In der Kategorie „Zurück in Deutschland“ werdet ihr in den nächsten Tagen/Wochen noch einen weiteren Blogeintrag lesen können. Ich werde auf jeden Fall noch ein „Fazit von meiner Weltreise“ verfassen, bevor ich tatsächlich meinen Blog „schließe“ und meine Weltreise somit beende.
Ich melde mich bald wieder.
Bis bald,
eure Weltenbummlerin




































