Eine verrückte Segelwoche (in Airlie Beach)

29 07 2012

Hallo meine Lieben,

nun war ich also eine ganze Woche lang an einem Ort….das ist schon sehr ungewöhnlich für meine Weltreise. Trotzdem war es ganz und gar nicht langweilig und ich kann euch viel erzählen.

Am Montag bin ich früh aufgestanden, denn ich hatte eine Menge zu tun. Ich musste endlich mal wieder meine Wäsche waschen, meinen Blog schreiben, Emails beantworten, Vorräte einkaufen und so weiter. Gegen Nachmittag war ich damit fertig und dachte mir, dass ich den nächsten Couchsurfer (wegen dem Segeln) ja mal kontaktieren könnte. Ich hab ihn also angerufen und er meinte „Ach ich bin grad in deiner Nähe, warte mal…“! Zwei Minuten später stand er neben mir. Ich kam mit zu ihm nach Hause und ich sah sofort, dass ich in der Wohnung von einem echten Segler gelandet bin. Überall waren Bilder und Poster an der Wand und er hatte auch ein altes Segel an der Decke hängen. Wir unterhielten uns ewig und es stellte sich heraus, dass ich nun einen sehr wichtigen Kontakt geknüpft hatte. Andy segelt nämlich die wichtigste und größte Regatta (hier in Airlie Beach) mit, die „Airlie Beach Race Week“. Wow!

http://www.airliebeachraceweek.com.au/

Für Mittwoch verabredeten wir uns zum Segeln, denn er wollte meine Fähigkeiten testen und mich für eine Frauencrew vorschlagen. Mit ihm und einer anderen Couchsurferin bin ich noch zu einem „Lookout“  gelaufen und wir haben uns „Airlie Beach“ von oben angesehen. Unterwegs begegnete uns eine der giftigsten Schlangen von Australien. Ich war ziemlich beeindruckt. Am Abend fuhr ich zu Ken (Couchsurfer) zurück und zusammen mit den anderen deutschen Mädels und seiner Familie haben wir ein BBQ gemacht. Nach dem Abendessen hatten wir noch einen gemütlichen Abend!

Bush-Walk mit Andy und Laura

eine der giftigsten Schlagen der Welt

ein Blick von oben

BBQ mit Ken´s Familie

Am nächsten Morgen machte ich noch einen Spaziergang zu dem „Privatstrand“ von Ken und seiner Familie, bevor ich meinen Backpack gepackt habe und zu Andy gefahren bin. Ich wechselte also den Couchsurfer, weil ich sowieso mit Andy am Mittwoch segeln gehen wollte. Wir verbrachten den ganzen Tag mit „Segelthemen“ wie Knoten lernen, Segelvideos schauen und so weiter. Ich war bei einem richtigen Segelfreak gelandet (und er merkte schnell, dass ich genauso bin!) und fühlte mich sofort wohl. Laura und Vanessa, (zwei andere Couchsurfer bei ihm) Andy und ich verbrachten einen lustigen Abend mit ein paar Gesellschaftsspielen.

Privatstrand von Ken

Andy´s „Haus“tier

Ich bei der „Fütterung“ 😉

Am Mittwochmorgen weckte mich Andy sehr früh! „I got a call and I need your help”!! Ok….”What happened”?? Er erklärte mir, dass er einen guten Freund auf „Magnetic Island“ hat, der sein Boot nach „Airlie Beach“ segeln muss, damit es rechtzeitig zum „Race“ hier ist. Ok…und was hab ich damit zu tun? Andy erklärte mir, dass er leider keine Zeit hat um mit seinem Freund das Boot nach „Airlie Beach“ zu segeln und bat mich, seinem Freund zu helfen. Ich sollte also nach „Townsvill“ fahren, die Fähre nach „Magnetic Island“ nehmen und mit einem wildfremden Mann, ein wildfremdes Boot nach „Airlie Beach“ segeln. Ok! „Aber dann verpasse ich doch das Segeltraining für die Frauencrew für das Race“, sagte ich. „Glaub mir….die Chance, die du jetzt hast, ist noch viel besser“, gab er mir zur Antwort! Ich konnte gar nicht lange überlegen, denn der Bus fuhr schon eine halbe Stunde später. Ich packte also meine Sachen, die ich zum Segeln brauchte, lies alles Andere bei Andy zurück und machte mich auf dem Weg zu einem wildfremden Mann. (Sagt nicht, dass das leichtsinnig ist…ich hatte ein wirklich gutes Gefühl dabei!!) Vanessa und Laura begleiteten mich und somit waren wir drei Mädels auf dem Weg nach „Magnetic Island“. Am Nachmittag erreichten wir „Townsvill“ und wir saßen gerade im Wartebereich von der Fähre, da stand Andy plötzlich hinter uns. „Was machst du denn jetzt hier“, fragten wir ihn. „Ok Mädels, ich musste doch kommen, denn ich bekam einen zweiten Anruf, dass heute auch noch ein „Race“ ist, bevor wir das Boot nach „Airlie Beach“ segeln. Oh  mein Gott….es wurde also immer spannender!! Alle zusammen machten wir uns also auf den Weg nach „Magnetic Island“, trafen uns mit seinem Freund Rupred und segelten die „Twilight-Regatta“. Eine „Twilight-Regatta“ beginnt mit dem Sonnenuntergang und ist daher im Dunkeln. Ich stand am Steuerrad und war so aufgeregt, dass ich am ganzen Körper gezittert habe. Überall kamen grüne und rote Lichter (grün ist Steuerbord und rot ist Backbord) auf einen zu und ich musste gut aufpassen, um zu wissen, wann ich ausweichen muss. Es war echt dunkel und ich hatte Angst, dass ich ein Boot übersehe und ramme. Ist aber nichts passiert und es hat echt gut geklappt. 🙂 Nach dem Race haben wir uns noch mit den anderen Seglern im Yacht Club ausgetauscht, bevor wir in unsere Kojen gekrochen sind, um ein paar Stunden zu schlafen.

Laura, Vanessa und Ich auf der Fähre zu Magnetic Island

aufregender Trip….nach Magnetic Island

Andy und Ich vor dem Racing-Trimaran

die Sonne geht unter…das Rennen startet

Ich am Steuerrad

Regatta

Um 6 Uhr morgens liefen wir aus dem Hafen aus und machten uns auf den Weg nach „Airlie Beach“. 130 Seemeilen (also min. 22 Stunden) lagen vor uns. Wir segelten in den Sonnenaufgang hinein und danach sahen wir einige Wale. Es war ein richtig schöner Segeltag und zum Mittagessen gab es ein BBQ! (Ja, beim Segeln und auf dem Boot!) Wir hatten einen wunderschönen Sonnenuntergang und in der Nacht sahen wir wahnsinnig viele Sterne! Und Sternschnuppen! Man braucht schon ganz schön viele Wünsche in einer Nacht wie dieser….ich hab mindestens 15 Sternschnuppen gesehen!! (Ich musste aber feststellen, dass ich gar keine Wünsche für mich habe…ich bin wunschlos glücklich!! Aber ich habe mir eine Menge für euch gewünscht! :)) In der Segelnacht bekam ich nur wenig Schlaf, denn ich hatte eine lange Zeit „Nachtwache“ und segelte das Boot mit dem Skipper Rupred zusammen. Dabei hatten wir die Gelegenheit uns zu unterhalten und ich wusste sehr schnell, warum Andy wollte, dass ich dieses Boot nach „Airlie Beach“ segle. Rupred startet nämlich auch an der „Airlie Beach Race Week“ und er hat eine „Berühmtheit“ in seiner Crew. Andy wollte also, dass ich diesen wichtigen Kontakt knüpfe! Jessica Watson wird mit ihm die Regatta starten und sie suchen noch jemanden für die Crew!!!!! Wer Jessica Watson ist?? Jessica segelte mit 16 Jahren alleine um die Welt und ist damit die jüngste Weltumseglerin! Sie ist ein „Idol“ für mich und nun werde ich die Möglichkeit haben sie kennenzulernen! Wow! Ich konnte es nicht fassen! (Ich kann es immer noch nicht fassen!!!)

http://www.jessicawatson.com.au/

Wale am Morgen

Segeln!

Skipper und Ich

Würstchen braten beim Segeln 😉

Die Sonne verabschiedet sich von uns und geht rüber zu euch!

Nachtsegeln!

Um 4 Uhr morgens (22 Stunden später) erreichten wir „Airlie Beach“. Ich nahm allen Mut zusammen und fragte Rupred, ob er mich für seine Crew haben möchte und sagte ihm, dass ich sehr gerne mit ihm das Race starten möchte. Er sagte nicht JA und nicht NEIN…er müsste das erst mit seiner Crew klären. Ich muss also noch abwarten. So oder so werde ich eine Crew haben (meint Andy) und so oder so werde ich Jessica Watson sehen (meint Andy)…aber ich hoffe soooooo sehr, dass ich in Jessica´s Crew bin! Also drückt mir bitte die Daumen! Ein Traum würde wahr werden!! Letztes Jahr habe ich noch ihr Buch gelesen und dieses Jahr segle ich mit ihr?!!? Oh man…das ist zu viel für mich! 🙂

die „Overdrive“ wieder sicher im Hafen

Nach einer heißen Dusche habe ich mich um 6 Uhr morgens endlich ins Bett gelegt. Wir alle haben sehr lange geschlafen und den Freitag nur genutzt, um zu relaxen. Wir kochten alle zusammen und verbrachten einen gemütlichen Abend bei Andy zu Hause. Ich plante meine gesamte Reise (Australien) um, denn ich wollte auf jeden Fall beim Race dabei sein. Ich werde noch eine Woche länger hier in „Airlie Beach“ bleiben, bevor ich am Donnerstag mit meinen Trip weiter mache und bis Cairns gehe. Vom 9.8.-14.8. komme ich noch mal zu „Airlie Beach“ zurück, um das Race zu segeln. Ich muss das einfach machen, auch wenn dadurch die anderen Orte zu kurz kommen. Aber so eine Chance werde ich schließlich so schnell nicht wieder haben! 🙂

Am Samstag bekam ich das offizielle T-Shirt zur Regatta und mein Crew-T-Shirt von Andy. Er schenkte es mir schon jetzt, um mich noch mehr anzuspornen! (Wäre gar nicht nötig….bin so schon Feuer und Flamme!) Danach machten Vanessa, Andy und ich noch einen langen Spaziergang in Airlie Beach und wir waren ein bisschen shoppen, um passende Segelschuhe für mich zu finden. Wir hatten eine Menge Spaß beim „shoppen“! 🙂 Am Abend waren wir bei Andys Freund (Mark) zum BBQ eingeladen. Wir spielten Jenga (mit verschärften Regeln) und relaxten im Pool und im Hot Spa von Mark. Es war ein richtig schöner Abend und wir sind erst spät ins Bett gefallen.

stolze Seglerin

offizielles Segel T-Shirt

Vanessa, Andy und Ich

Andy, Vanessa und Ich

Sonnenuntergang in Airlie Beach

eine lustige Shoppingtour

BBQ mit Freunden

Jenga mit verschärften Regeln

Jenga….was soll ich wohl darstellen? 🙂

eine verrückte Woche geht zu Ende….entspannen im Pool

Heute Morgen haben wir alle etwas länger geschlafen. Danach hat mir Andy ein bisschen Unterricht im „Diving“ (Tauchen) gegeben, denn ich möchte ja bald im Great Barrier Reef tauchen gehen. Vielleicht gehen wir später noch auf ein Boot und segeln ein bisschen…aber das wird sich zeigen! 🙂

Ich melde mich bald wieder,

bis bald

Drückt mir die Daumen, dass ich in der Crew von Jessica bin!

eure Christiane



Kroombit Outback Experience & ein Traum geht in Erfüllung!!

23 07 2012

Hallo meine lieben Daheimgebliebenen,

die Zeit vergeht wie im Flug und somit gibt es wieder eine Menge zu berichten!

Am Samstagabend kamen Rick und ich in Emu Park an. Schon im Bus haben wir eine Deutsche getroffen, mit der wir uns super verstanden haben. Wir hatten ein leckeres Abendessen zusammen und spielten danach noch ein paar Gesellschaftsspiele.

Am Sonntag hatte es leider wieder den ganzen Tag geregnet. Wir kamen nur schwer aus den Betten und frühstückten spät. Der Regen stoppte für ein paar Stunden und somit haben wir uns noch die Stadt angesehen. Emu Park ist ein kleines verschlafenes Örtchen und es gibt nicht viel zu sehen. Trotzdem hat es einen gewissen Charme, weil sich nur wenige Touristen dort hin verirren. Nachdem es wieder zu Regnen begann, beschlossen wir einkaufen zu gehen und uns ein gesundes Abendessen zu kochen….wir hatten ja alle Zeit der Welt. Es gab also zur Abwechslung mal Gemüse und Fisch und danach haben wir noch eine DVD geguckt und Gesellschaftsspiele gespielt.

ein Regentag in Emu Park

Am Montag war das Wetter (endlich mal wieder!) traumhaft schön! Wir hatten Sonnenschein und blauen Himmel! Wir machten einen sehr langen Strandspaziergang und schauten uns die Stadt nochmal bei gutem Wetter an. Wir besuchten die zwei Denkmale in Emu Park (ein Segelschiff und ein Anker) und liefen durch den Park. Am Nachmittag genossen wir die Sonne am Hostel-Pool, während Rick mir Englisch – und ich ihm Deutschunterricht gab. Wir hatten eine Menge Spaß dabei! (Habt ihr schon mal einen Irländer „Streichholzschächtelchen“ sagen hören? Ich hätte mich vor Lachen fast in den Pool geworfen! :))Am Abend kamen die anderen Teilnehmer von unserer „Outback Experience“ an und wir unterhielten uns noch lange, bevor wir unsere Backpacks wieder packen mussten.

Emu Park Strand

Strandspaziergang

 

unser Hostel-Pool

Emu Park Denkmal

Ich am Denkmal

Ich am Anker

ein letzter Blick auf Emu Park

Am Dienstag ging es schon früh los nach „Kroombit“ der Cattel Station. Schon unterwegs merkten wir, dass wir wirklich ins „Nirgendwo“ fahren. Kroombit ist eine große Farm und ansonsten gibt es dort gar nichts. Wir machten einen „Bush-Walk“  am Nachmittag und dabei kamen uns gleich mal ein paar Kühe entgegen. (Hatte ein bisschen Angst, als sie ziemlich schnell auf mich zugerannt kamen…Gott sei Dank stoppten sie noch vor mir!) Wir haben Kangaroos, Schlangen und andere Kriechtiere gesehen. Danach haben wir das „Lassowerfen“ geübt! Wir mussten ein paar Ziegen damit einfangen und es stellte sich heraus, dass das gar nicht so einfach ist. Trotzdem hatten wir eine Menge Spaß dabei! 🙂 Am Abend hatten wir ein Lagerfeuer und wir übten das „Peitschen“ und andere typische Farmsachen. Außerdem haben wir einen Bush-Tanz einstudiert und jeder „Cowboy“  und jedes „Cowgirl“ musste sich mit dem „Bull-Ride“ beweisen. Irgendwann nach Mitternacht sind wir müde ins Bett gefallen.

Begegnungen beim „Bush-Walk“

Baby-Kangaroo

auf der Farm

Kochen auf der Farm

„Komm hol das Lasso raus“ 🙂

Ziegen einfangen

Lagerfeuer am Abend

Bush- Dance

Cowgirl 😉

Ich beim „Bull-Ride“

Noch vor Sonnenaufgang mussten wir am nächsten Tag wieder weiter. Wir hatten eine lange Busfahrt von 11 Stunden vor uns. Am Abend erreichten wir „Airlie Beach“ und nach einer warmen Dusche und nach einem warmen Abendessen bin ich auch gleich ins Bett gefallen.

Ankunft in Airlie Beach

Airlie Beach

Am Donnerstagmorgen packten wir wieder unsere Sachen zusammen und schleppten sie quer durch die Stadt in die Marina. Dort trafen wir uns mit Joe (einem Couchsurfer) auf seinem Segelboot. Bei ihm konnten wir für eine Nacht schlafen! Es war so schön, wieder „Wasser unter den Füßen“ zu haben und das Schaukeln zu spüren! 🙂 Nach dem „einchecken“ haben wir einen langen Stadtspaziergang gemacht und uns Airlie Beach genau angesehen! Airlie Beach ist eine Seglerstadt und ich liebe es!! Nach Sonnenuntergang haben wir noch zusammen mit Joe (auf seinem Boot) gekocht und einen netten Abend verbracht, bevor wir in unsere Kojen gekrochen sind.

der Hafen von Airlie Beach

der Strand von Airlie Beach

Willkommen auf Joe´s Boot!

Der Hafen nach Sonnenuntergang

Am Freitag wurden wir von den quietschenden Stegen und Leinen (typische Hafengeräusche) geweckt. Nach dem Frühstück sind wir mit Joe´s Auto zu den „Cedar Creek Falls“ gefahren. Das Wetter war wieder traumhaft und wir verbrachten viel Zeit am Wasserfall. Nach unserer kleinen Spritztour brachten wir Joe sein Auto wieder und verabschiedeten uns von ihm. Wir zogen um…in ein Hostel. Nach dem Einchecken haben wir uns noch ein bisschen an den Strand von Airlie Beach gelegt und die Sonne genossen.  Danach waren wir Einkaufen und kochten uns ein leckeres Abendessen. Leider das Abschiedsessen für Rick, denn er musste am nächsten Tag wieder weiterziehen.

Joe´s Campervan

„Roadtrip“

Cedar Creek Falls

Ich am Wasserfall

Rick und ich beim Sonnenbaden 🙂

…und ein bisschen Plantschen 😉

Ein bisschen traurig, weil ich wieder alleine weiterreisen musste, machte ich mich am Samstagmorgen schon sehr früh auf den Weg zum Hafen. Rick brachte mich noch zu meinem Segelboot, denn ich hatte einen 2-Tages-Segeltrip zu den Whitsundays gebucht. Nach dem Abschied von Rick ging es also endlich wieder aufs Wasser!! Damit habe ich mir einen kleinen Traum erfüllt…Segeln in Australien!! Richtig glücklich saß ich an Deck und habe mir den Wind um die Nase wehen lassen. Die Maxi- Yacht „Siska“ ist mit 26 Metern Länge und 100 Fuß Mastlänge ein sehr großes Boot. Wir waren 25 Leute, davon 3 Crewmitglieder. Mit einer frischen Brise von 20-25 Konten Wind sind wir um die „Whitsundays“ gesegelt. Kaum waren die Segel gesetzt, habe ich den Skipper gefragt, ob ich ans Steuer darf. Die Antwort war „Nein…es ist zu viel Wind und im Moment ist es zu gefährlich“. Ich sagte, dass ich schon 13 Jahre segle und dass das nicht mein erstes Mal am Steuer wäre. Da wurde er hellhörig und fragte mich alles Mögliche über meine Segelkenntnisse aus…und ob ich schon mal so ein großes Boot gesegelt wäre und ob ich navigieren kann usw…. Nach einer Weile sagte er endlich „Ok, jump behind the wheel!“! Ich war der überglücklichste Mensch auf Erden. (An dieser Stelle muss ich mal ein großes DANKE loswerden! Das DANKE gilt meiner lieben Mama…hättest du nicht immer wieder gesagt „Geh ans Steuer!!“, hätte ich nie so viel gelernt und ich hätte dieses Boot niemals steuern können!!) Der Skipper ernannte mich zum „neuen Skipper“ und von da an lief es nach meinem Komando. Ich segelte und segelte und steuerte nahezu jede Welle aus und „meine Crew“ von 25 Leuten hatte eine Menge Spaß dabei. Zwischendurch wurden die Mädels auf dem Vorschiff ganz schön nass, aber Segeln ist ja auch ein Wassersport! 😉 Nach 10 Minuten war der Skipper mehr als begeistert von mir und wollte noch mehr über meine Segelerfahrungen wissen. Ich erzählte ihm alles (was ich schon alles kann) und das ich noch Seemeilen für meinen nächsten Segelschein sammle. „Gar kein Problem“, sagte er dann. „Du bekommst ein Zertifikat von mir – für dein Meilenbuch“! Wie geil ist das denn? Ich bekam am Ende meines Trips also tatsächlich ein Zertifikat, aus dem hervorgeht, dass ich 70 Seemeilen (als Crewmitglied!!) auf der „Siska“ im Whitsundays-Segelrevier war. Was soll ich sagen?…Ich bin stolz wie Oskar! 🙂 Die „Siska“ war das größte Boot, was ich je gesegelt bin und es war ganz schön anstrengend! Ich habe mir gleich mal wieder dicke Blasen an den Händen gerieben und ich habe höllischen Muskelkater! Aber das hat sich gelohnt!! (Mama…in Gedanken war ich bei dir!)

endlich wieder auf einem Segelboot

Siska ist 26 Meter lang und hat einen 100 Fuß- Mast!

viel Platz und viele Kojen

Mama…das ist für dich!

Am ersten Segeltag sind wir zu „Hook Island“ gesegelt und dort waren wir im „Vor-Great Barrier Reef“ schnorcheln. Das war soooo schön! Leider hat man auch viele tote Korallen gesehen! 🙁 Nach dem Schnorchel sind wir unter Motor zu unserer Ankerbucht gefahren. Dort haben wir uns den Sonnenuntergang angesehen und es gab ein leckeres Abendessen. Der Sternenhimmel in dieser Nacht war überwältigend!! Auf dem Wasser und so weit weg vom Licht, sieht man unheimlich viele Sterne!! Ich habe mich noch sehr lange mit 3 deutschen Mädels unterhalten, mit denen ich mich sehr gut verstanden habe. Danach bin ich in meine Koje gekrochen.

segeln

glücklicher Segler

Tauchgang im Reef

erster Sonnenbrand im Gesicht

Sonnenuntergang in den Whitsundays

meine Koje

Am zweiten Segeltag ging es schon kurz nach Sonnenaufgang los. Wir sind zu den berühmten „Whithaven Beach“ gefahren. Dort waren wir für einen kleinen Bush-Walk und ein paar Strandstunden an Land. „Whithaven Beach“  ist das schönste, was ich hier in Australien gesehen habe!! Wow….es ist wie aus dem Reisekatalog….weißer Sandstrand und türkis-blaues Wasser. Unbeschreiblich! Ich musste fast weinen, weil mich seit langem mal wieder etwas richtig begeistert hat (auf meiner Reise!). Nach dem Mittagessen segelte wir (ich) wieder zurück nach Airlie Beach. 30 Knoten Wind und das auf dem „Am-Wind-Kurs“…ich hatte ganz schön zu arbeiten (Segler…ja wir hatten ein Reff…und trotzdem!). Der Skipper sagte mir, dass das Boot nicht schneller als 12 Knoten laufen kann und damit war mein Ehrgeiz geweckt. Auf mein Komando wurden die Segel auf- und zu gemacht und dann packte ich den „Highscore“ von 13 Knoten Fahrt!!!! Ab jetzt lies mich der Skipper ganz alleine machen und vertraute mir voll…ich hatte mir meinen Respekt ersegelt! Am späten Nachmittag kamen wir im Hafen von Airlie Beach an und ich musste die „Siska“ leider wieder verlassen. Ich hatte einen wunderschönen Segeltrip!! Den Skipper werde ich am Mittwoch noch mal wiedersehen, denn er hat mich eingeladen, mit dem Segelclub segeln zu gehen!

Paradies auf Erden….Whithaven Beach

Ist das echt oder träume ich?

zurück nach Airlie Beach

der Wind nimmt zu…es wird sportlich 😉

dicke Blasen an den Händen…Segeln ist eben Sport

Am Abend fuhr ich zu meinem nächsten Couchsurfer (10 min. außerhalb von Airlie Beach) und wurde dort wieder ganz herzlich empfangen. Ich hatte 4 Couchsurfer zu Auswahl und habe mich (keine Ahnung warum!) für „Ken“ entschieden. Und wisst ihr was passiert ist?? Ich war umgeben von Seglern und somit im Segelhimmel! Ich habe tatsächlich einen Mann kennengelernt, der die Welt umsegelt hat. Und er hat die Welt mit dem Motorrad umrundet (dazu gibt es sogar ein Buch!).Wir haben uns gleich angefreundet und er hat mich eingeladen mit ihm segeln zu gehen. Wahrscheinlich werde ich also hier in „Airlie Beach“ ein paar Tage (Wochen?) länger bleiben, denn ich kann ein paar Mal aufs Wasser gehen und ich kann auf einem Boot schlafen! Wunderbar!

Ich bin also im Seglerparadies angekommen….und werde hier ein Weilchen bleiben.

Ich halte euch auf dem Laufenden!

Eurer Wirbelwind

Christiane



Ganz viel Surfen & Besuch aus Neuseeland!

14 07 2012

Meine lieben Daheimgebliebenen,

wie angekündigt, bin ich am Montag weiter nach Agnes Water gefahren. Unterwegs habe ich einen Stopp in Bundaberg gemacht, um die „Rum Factory“ zu besuchen. Dort war ich im Museum und habe viel über die Rum-Geschichte und über die Herstellung gelernt. Danach gab es noch eine Verköstigung mit mehreren Rum-Proben! 🙂 Lustig beschwipst sind wir mit dem Bus weiter nach Agnes Water, auch die Stadt 1770 genannt, gefahren. Dort musste ich erst mal meine Wäsche waschen und den ganzen Sand von Fraser Island loswerden. Danach gab es noch ein FREE BBQ und einen gemütlichen Abend.

Eingang zur Rum-Factory

im Rum- Museum

im Museum

die Geschmacksprobe 😉

Am Dienstag bin ich gleich nach dem Frühstück surfen gegangen. Ich hatte das Glück, dass mein Hostel eine FREE Surfinglesson angeboten hat. Bei schlechtem Wetter (viel Regen und Wind) habe ich mich also in die Wellen gestürzt. Diese 2 Surfstunden waren die anstrengensten Surfstunden überhaupt!! Wir hatten sehr schlechte Bedingungen…schnell kommende und zu hohe Wellen. Alleine um ins Wasser zu kommen, hat man viel Kraft gebraucht. Man ging zwei Schritte vor und die Welle hat einen mindestens 5 Schritte zurück geworfen. Ich habe viel Salzwasser geschluckt, weil mich die Wellen immer wieder „verschlungen“ haben. Trotzdem habe ich nicht aufgegeben und schließlich habe ich viel gelernt. Müde und erschöpft lag ich den restlichen Tag auf dem Sofa und habe ich Buch gelesen.

Ich habe leider keine Bilder von dem „Sturmsurfen“, aber dafür bekommt ihr die „Schönwetterbilder“ 🙂

catch the wave

stand up

laaaangsam aufstehen

surfing

Gleichgewicht halten ist nicht so einfach 😉

Am Mittwoch wachte ich wieder mit einem höllischen Muskelkater und einigen blauen Flecken auf. Es regnete wieder und somit beschloss ich, dass es Zeit ist, sich um die „wichtigen Sachen“ zu kümmern: Ich aktualisierte meinen Lebenslauf und kümmerte mich um die Bewerbungen in meiner alten Firma. Den Rest muss jetzt die Personalabteilung für mich machen! 😉 Am Nachmittag war ich noch am Strand spazieren und schließlich habe ich meinen Besuch aus Neuseeland empfangen! Rick (erinnert ihr euch?) ist nun für 10 Tage hier und wir werden zusammen reisen. Außerdem war es der letzte gemeinsame Abend mit meinem Reisepartner Jonathan und somit haben wir es uns noch mal richtig gutgehen lassen: BBQ und Eiscreme!

Agnes Water Beach

ein Spaziergang durch den Regenwald

unser letzter gemeinsamer Abend

Eiscreme oder Eismatsch?

Am  nächsten Morgen ging es für Rick und mich, gleich nach dem Frühstück wieder zum Surfen. Nur Übung macht den Meister!! Die Bedingungen waren um einiges besser, als bei der Surfstunde davor. Trotzdem waren es sehr hohe Wellen und es war sehr anstrengend gegen sie zu kämpfen. Ich stand ein paar Mal auf dem Board und ich lag ein paar Mal unter den Wellen „begraben“. Immer wieder habe ich Salzwasser geschluckt und immer wieder bin ich ins Wasser und (wie man mich kennt) wollte ich einfach nicht aufgeben. Das hat sich schließlich gelohnt und ich bekam noch ein paar gute Wellen ab! Nach zwei Stunden im Wasser wollten meine Muskeln aber doch nicht mehr! Ich habe immer wieder das Signal „du musst paddeln“ gesendet, aber meine Arme wollten einfach nicht darauf reagieren. Zitternd und erschöpf habe ich mich unter die heiße Dusche geschleppt und mir danach ein leckeres Mittagessen gegönnt. Dann musste ich von Jonathan Abschied nehmen und nach 19 Tagen gemeinsamen Reisen fiel der Abschied doch nicht so leicht.  Den restlichen Tag verbrachten Rick und ich mit unserer Reiseplanung.

Am Freitag waren wir „Scooterroo“ fahren. Das sind kleine Motorräder in „Rock-style“! Wir hatten soooo viel Spaß! Zuerst bekamen wir unsere Lederjacken und Helme, bevor wir mit unseren „Fake-Tattoos“ ausgestattet wurden. So richtig rockig und mit ACDC- Musik sind wir dann durch die Straßen von Agnes Water gefahren. Wir waren eine Gruppe von 20 Leuten und somit haben wir überall für „große Augen“ gesorgt. Die Leute guckten uns immer hinterher und jedes vorbeifahrende Auto hat gehupt! Ich hatte sehr viel Spaß und es war ein tolles Gefühl mal wieder durch die Straßen zu düsen (hab mich ja mittlerweile an den Linksverkehr gewöhnt!)! Am Abend haben wir noch eine DVD geguckt, bevor wir müde ins Bett gefallen sind.

ausgestattet mit Lederjacke, Helm und Tattoo

Rick und Ich mit den Scooterroos

let´s rock 🙂

Heute Morgen mussten wir unsere Backpacks wieder packen und auschecken. Wir erledigten noch den Einkauf für die nächsten Tage, bevor wir mit dem Bus weiter nach Emu Park gefahren sind. Emu Park ist die Ausgangsstation für unseren „Outbacktrip“ nach Krombit. Ansonsten ist dort nicht sehr viel zu sehen. Wir sind uns noch nicht sicher, wie lange wir dort bleiben werden.

Ich halte euch auf dem Laufenden! 🙂

Bis bald,

eure Christiane

 

 



Nationalparks, Feueralarm und Fraser Island!!

8 07 2012

Meine Lieben,

wieder ist eine Woche vergangen und es ist viel passiert.

Am Sonntag sind Jonathan und ich weiter nach Noosa gefahren. Unterwegs waren wir bei den „Glass House Mountains“, einem Nationalpark. Dort haben wir sogar einen Wallaby gesehen. Gegen Nachmittag kamen wir in Nossa an und wurden gleich von unserem Couchsurfer „Justin“ in Empfang genommen. Justin ist Neuseeländer und wie ich sie alle kennengelernt habe….sehr hilfsbereit!!! Er kam zur Bushaltestelle und hat uns abgeholt, damit wir nicht noch weiter Bus fahren mussten. Mit ihm zusammen sind wir zu einem Musikfestival gefahren und haben dort seine Freunde getroffen. Alle zusammen hatten wir einen wunderschönen Nachmittag. Er brachte uns zu seinem Haus und hat für uns gekocht. Ich durfte noch seine Waschmaschine benutzen und endlich meine viele Wäsche waschen, bevor ich mich mit meinem neuen Buch (hat er mir geschenkt!) ins Bett verkrochen habe.

Glass House Mountains

Ich im Nationalpark

Jonathan und Ich

ein Wallaby

Willkommen in Noosa…Musikfestival!

Ich auf dem Festival

Am Montag sind Jonathan und ich etwas früher aufgestanden, weil wir zum „Noosa Nationalpark“ wollten. Justin war bereits bei der Arbeit und somit waren wir alleine in seinem Haus. Ich frühstückte gemütlich und plötzlich ging ein höllisch lauter Alarm los. Der Feueralarm! Ich blickte in die Küche und sah nur noch RAUCH! Es stank und plötzlich erkannte ich die Ursache: Mein Toast brannte!!! Oh nein…wie konnte ich den nur vergessen??? Wir versuchten den Alarm auszuschalten,  den Toast hatten wir bereits gelöscht. Fehlanzeige….die Rauchkonzentration war noch zu hoch! Es stank im ganzen Haus!! Ich öffnete alle Fenster und Türen und wedelte mit einem Handtuch den Rauch nach draußen. Nach 5 Minuten stoppte der Alarm. Stille. Mist….wie sollte ich das nur Justin erklären?? Ich fand noch einen Raumerfrischer, den ich überall in den Räumen versprühte. Wir entschieden uns einfach noch ein bisschen zu lüften und somit kamen wir zwei Stunden später los. Schließlich roch man kaum noch etwas.  Nach diesem spannenden Frühstück sind wir zum Nationalpark gefahren, haben dort noch einen Franzosen (den wir vom Surfers Paradise kannten) eingesammelt und sind wandern gegangen. Wir hatten wieder das beste Wetter und somit sind wir nach dem Wandern noch an den Strand. Nach einem kleinen Sonnenbad hat uns Justin wieder abgeholt und zu seinem Haus gefahren. Unterwegs beichtete ich mein kleines Missgeschick. Er lachte nur und sagte: “No worries, that happens all the time, when I have blond, german Couchsurfers in my House“! Mit einem Zwinkern und einem Lächeln war die Sache also erledigt. Am Abend kochten wir alle zusammen und unterhielten uns lange (Justin hat eine wunderbare Lebenseinstellung!!), bevor wir ins Bett gefallen sind.

Noosa Nationalpark- Wanderkarte

Costal-Walkway…..tolle Aussicht auf den Main Beach

Wandern an der Küste….mit Sonnenschein!

Shame, Jonathan und Ich

ein Sonnenbad am Main Beach

Am nächsten Morgen mussten wir sehr früh raus. Wir hatten eine Tour zum berühmten „Australian Zoo“ gebucht. Über 6 Stunden sind wir durch den riesigen Zoo gelaufen. Wir haben alle australischen „Wildlife-Tiere“ gesehen…von giftigen Schlangen bis hin zu den verschiedenen Vögeln. Wir konnten Koalas und Kangaroos streicheln und wir waren bei einer Krokodilshow. Es war ein richtig schöner Tag!! Am Abend hat uns Justin wieder abgeholt und uns zu einem Aussichtspunkt gefahren, damit wir den schönen Vollmond betrachten konnten. Danach hat er wieder für uns gekocht!! Also mal ehrlich…das war kein Couchsurfen, sondern ein 5***** Sterne Resort mit „All Inklusive“!! (Thank you so much Justin!!!) Nach dem gemeinsamen Abendessen sind wir müde ins Bett gefallen.

Im Zoo konnte man alle Tiere hautnah erleben!

Ich und das Kangaroo

Kangaroo

Krokodilshow

Koalas zum Anfassen nahe…

Koala

(Ich erspare euch jetzt die Fotos von jedem Tier….sonst müsste ich noch 400 Bilder hochladen,…und ihr wisst ja wie eine Schlange aussieht!) 🙂

Vollmond in Noosa

Am Mittwoch hatten wir noch bis zum Nachmittag Zeit in Noosa. Ich bin zum Strand gelaufen und habe mich ein bisschen gesonnt, bevor ich meinen „Backpack“ wieder packen musste. Unser Bus fuhr pünktlich zu Rainbow Beach. Dort kamen wir am Abend an und nach dem Abendessen haben wir noch ein Rugby- Spiel gesehen.

Am Donnerstag bin ich nach dem Frühstück zum Strand gelaufen. Ich wollte die verschiedenen Farben im Sand sehen (der Grund warum Rainbow Beach so benannt wurde). Ich bin lange am Strand gelaufen und habe die Aussicht genossen. Gegen Mittag hatten wir unsere Fraser Island- Besprechung. Dort wurden unsere Führerscheine geprüft und wir bekamen ein paar Infos, wie wir uns auf der Insel verhalten müssen (z.B. geht auf gar keinen Fall in den Ozean…da sind viele Haie, lasst kein Essen neben euren Zelten liegen, sonst kommen die Dingos…usw.)! Nach der Besprechung sind wir noch zu den Sanddünen gelaufen, waren dort Sandborden und wir haben das Werfen von einem Boomerang gelernt. Zu guter Letzt hatten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang!

Rainbow Beach

Sanddünen in Rainbow Beach

Rainbow Sand

Ich auf der Sanddüne 😉

Guide erklärt die Boomerang-Technik

Ich probiere das gleich aus…

...und hatte nicht so viel Erfolg! Ich musste ihn wieder einsammeln, weil er nicht zurück kam! ;)

…und hatte nicht so viel Erfolg! Ich musste ihn wieder einsammeln, weil er nicht zurück kam! 😉

Sonnenuntergang auf den Sanddünen

Ich werfe den Boomerang noch mal

Am nächsten Morgen mussten wir sehr früh aufstehen, auschecken und unsere Allrad-Jeeps mit unserem Campingzubehör beladen. Wir bekamen eine kurze Einweisung, wie wir mit den Autos im tiefen Sand fahren sollen und wie man sich nach dem Steckenbleiben wieder befreit. Danach sind wir mit der Fähre nach Fraser Island gafahren.

Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt und gehört zu den wenigen (3!) Inseln,  auf denen ein Regenwald auf Sand wächst! Fraser Island hat viele Frischwasserseen und bietet dadurch eine wunderbare Natur-und Tierwelt.

Das Wetter war das ganze Wochenende sehr durchwachsen. Wir hatten Sonne und Regen…also von allem etwas. Da hatte ich diesmal nicht so viel Glück. Trotzdem haben wir (eine lustige Gruppe von 14 Leuten und der Tourguide) das Beste draus gemacht. Auf Fraser Island angekommen haben wir uns gleich den See „Wabby“ angesehen. Wir mussten über eine Sanddüne laufen, um den See zu erreichen, denn für den Jeep war der Sand auch zu tief. Danach haben wir unser Nachtlager aufgeschlagen. Nur wenige Meter vom Strand entfernt, warm eingehüllt in unsere Schlafsäck, sind wir nach einer kleinen Party und einem leckeren Abendessen, eingeschlafen.

Mit der Fähre nach Fraser Island!

mit den Allrad-Jeeps über die „Sandautobahn“

Lake Wabby

Gruppenbild

Dingos bei unserem Nachtlager

Der Tourguide hat uns am nächsten Morgen schon sehr früh aufgeweckt. „Good morning guys! Get up and let´s explore Fraser Island”! Nach dem Frühstück (was schon lange gedauert hat, weil wir unser Wasser mit dem Gaskocher heiß machen mussten!) sind wir also mit den Jeeps wieder los, um die Insel zu erkunden. Wir waren bei den „Pinnacles“ (Sandberge aus verschieden Farben), bei den „Champagne Pools“, bei einem toten Wahl 🙁 (da zeig ich kein Bild!) und im Regenwald. Unser Tourguide hat dabei viel über die Geschichte von Fraser Island und über die Natur geredet. Somit haben wir sehr viel gelernt. Danach sind wir bis zum Ende der Insel gefahren. Dort waren wir bei dem „Indian Head“, einem Aussichtspunkt. Wir sind also den ganzen Tag auf der Sandpiste gefahren und kleine Wanderwege gelaufen, bevor wir wieder zurück zu unserem Nachtlager gefahren sind. Das Abendessen mussten wir uns wieder über den Campingkochern zubereiten, bevor wir in unsere Schlafsäcke gekrochen sind.

The Pinnacles

Champagne Pools

Klettern an den Champagne Pools

Regenwald auf Sand

uralte Bäume

80 km auf der „Sandautobahn“

Steinküsten auf Fraser Island

Ich am „Indian Head“

Aussichtspunkt Indian Head…man sieht den Sand UND den Regenwald

Heute wurden wir wieder früh geweckt! Noch vor Sonnenaufgang sind wir zum Strand gefahren, um dort das Schiffswrack „Maheno“ zu betrachten. Dabei haben wir den Sonnenaufgang beobachtet. Nach dem Frühstück mussten wir unser Nachtlager räumen und unsere Sachen packen. Mit dem Jeep bin ich (diesmal war ich an der Reihe) quer über die Insel, zum „Lake McKenzie“ gefahren. Das Fahren auf der rechten Seite und dabei das Schalten auf der linken Seite, ist schon etwas gewöhnungsbedürftig! Es hat aber (bis auf die üblichen paar Mal im Sand steckenbleiben) gut geklappt. Der „Lake McKenzie“ ist der berühmteste See auf der Insel, weil es so schönes blaues Wasser hat. Schwimmen ist dort ein Muss!! Leider war bei uns das Wetter nicht ganz so gut und es war ziemlich (richtig!!) kalt! Trotzdem sind wir ins Wasser und haben das Schwimmen genossen. Nach dem sehr erfrischenden Bad sind wir wieder an der Sandküste entlang, zurück zur Fähre gefahren. Mit der Fähre ging es wieder nach Rainbow Beach. Dort werde ich heute noch eine letzte Nacht verbringen, bevor ich morgen früh weiter nach „Bundaberg“ und schließlich nach „Agnes Water“ weiter fahre.

Sonnenaufgang Fraser Island

Schiffswrack Maheno

die „Maheno“

das erste Mal rechts fahren, links schalten und 4WD fahren

Lake McKenzie

Kalt aber gut!

Jetzt freue ich mich aber erst mal auf eine heiße Dusche (beim Campen nicht möglich!) und einem nicht sandigen Bett! 🙂

Ich melde mich bald wieder,

eure Christiane