Kroombit Outback Experience & ein Traum geht in Erfüllung!!
23 07 2012Hallo meine lieben Daheimgebliebenen,
die Zeit vergeht wie im Flug und somit gibt es wieder eine Menge zu berichten!
Am Samstagabend kamen Rick und ich in Emu Park an. Schon im Bus haben wir eine Deutsche getroffen, mit der wir uns super verstanden haben. Wir hatten ein leckeres Abendessen zusammen und spielten danach noch ein paar Gesellschaftsspiele.
Am Sonntag hatte es leider wieder den ganzen Tag geregnet. Wir kamen nur schwer aus den Betten und frühstückten spät. Der Regen stoppte für ein paar Stunden und somit haben wir uns noch die Stadt angesehen. Emu Park ist ein kleines verschlafenes Örtchen und es gibt nicht viel zu sehen. Trotzdem hat es einen gewissen Charme, weil sich nur wenige Touristen dort hin verirren. Nachdem es wieder zu Regnen begann, beschlossen wir einkaufen zu gehen und uns ein gesundes Abendessen zu kochen….wir hatten ja alle Zeit der Welt. Es gab also zur Abwechslung mal Gemüse und Fisch und danach haben wir noch eine DVD geguckt und Gesellschaftsspiele gespielt.
Am Montag war das Wetter (endlich mal wieder!) traumhaft schön! Wir hatten Sonnenschein und blauen Himmel! Wir machten einen sehr langen Strandspaziergang und schauten uns die Stadt nochmal bei gutem Wetter an. Wir besuchten die zwei Denkmale in Emu Park (ein Segelschiff und ein Anker) und liefen durch den Park. Am Nachmittag genossen wir die Sonne am Hostel-Pool, während Rick mir Englisch – und ich ihm Deutschunterricht gab. Wir hatten eine Menge Spaß dabei! (Habt ihr schon mal einen Irländer „Streichholzschächtelchen“ sagen hören? Ich hätte mich vor Lachen fast in den Pool geworfen! :))Am Abend kamen die anderen Teilnehmer von unserer „Outback Experience“ an und wir unterhielten uns noch lange, bevor wir unsere Backpacks wieder packen mussten.
Am Dienstag ging es schon früh los nach „Kroombit“ der Cattel Station. Schon unterwegs merkten wir, dass wir wirklich ins „Nirgendwo“ fahren. Kroombit ist eine große Farm und ansonsten gibt es dort gar nichts. Wir machten einen „Bush-Walk“ am Nachmittag und dabei kamen uns gleich mal ein paar Kühe entgegen. (Hatte ein bisschen Angst, als sie ziemlich schnell auf mich zugerannt kamen…Gott sei Dank stoppten sie noch vor mir!) Wir haben Kangaroos, Schlangen und andere Kriechtiere gesehen. Danach haben wir das „Lassowerfen“ geübt! Wir mussten ein paar Ziegen damit einfangen und es stellte sich heraus, dass das gar nicht so einfach ist. Trotzdem hatten wir eine Menge Spaß dabei! 🙂 Am Abend hatten wir ein Lagerfeuer und wir übten das „Peitschen“ und andere typische Farmsachen. Außerdem haben wir einen Bush-Tanz einstudiert und jeder „Cowboy“ und jedes „Cowgirl“ musste sich mit dem „Bull-Ride“ beweisen. Irgendwann nach Mitternacht sind wir müde ins Bett gefallen.
Noch vor Sonnenaufgang mussten wir am nächsten Tag wieder weiter. Wir hatten eine lange Busfahrt von 11 Stunden vor uns. Am Abend erreichten wir „Airlie Beach“ und nach einer warmen Dusche und nach einem warmen Abendessen bin ich auch gleich ins Bett gefallen.
Am Donnerstagmorgen packten wir wieder unsere Sachen zusammen und schleppten sie quer durch die Stadt in die Marina. Dort trafen wir uns mit Joe (einem Couchsurfer) auf seinem Segelboot. Bei ihm konnten wir für eine Nacht schlafen! Es war so schön, wieder „Wasser unter den Füßen“ zu haben und das Schaukeln zu spüren! 🙂 Nach dem „einchecken“ haben wir einen langen Stadtspaziergang gemacht und uns Airlie Beach genau angesehen! Airlie Beach ist eine Seglerstadt und ich liebe es!! Nach Sonnenuntergang haben wir noch zusammen mit Joe (auf seinem Boot) gekocht und einen netten Abend verbracht, bevor wir in unsere Kojen gekrochen sind.
Am Freitag wurden wir von den quietschenden Stegen und Leinen (typische Hafengeräusche) geweckt. Nach dem Frühstück sind wir mit Joe´s Auto zu den „Cedar Creek Falls“ gefahren. Das Wetter war wieder traumhaft und wir verbrachten viel Zeit am Wasserfall. Nach unserer kleinen Spritztour brachten wir Joe sein Auto wieder und verabschiedeten uns von ihm. Wir zogen um…in ein Hostel. Nach dem Einchecken haben wir uns noch ein bisschen an den Strand von Airlie Beach gelegt und die Sonne genossen. Danach waren wir Einkaufen und kochten uns ein leckeres Abendessen. Leider das Abschiedsessen für Rick, denn er musste am nächsten Tag wieder weiterziehen.
Ein bisschen traurig, weil ich wieder alleine weiterreisen musste, machte ich mich am Samstagmorgen schon sehr früh auf den Weg zum Hafen. Rick brachte mich noch zu meinem Segelboot, denn ich hatte einen 2-Tages-Segeltrip zu den Whitsundays gebucht. Nach dem Abschied von Rick ging es also endlich wieder aufs Wasser!! Damit habe ich mir einen kleinen Traum erfüllt…Segeln in Australien!! Richtig glücklich saß ich an Deck und habe mir den Wind um die Nase wehen lassen. Die Maxi- Yacht „Siska“ ist mit 26 Metern Länge und 100 Fuß Mastlänge ein sehr großes Boot. Wir waren 25 Leute, davon 3 Crewmitglieder. Mit einer frischen Brise von 20-25 Konten Wind sind wir um die „Whitsundays“ gesegelt. Kaum waren die Segel gesetzt, habe ich den Skipper gefragt, ob ich ans Steuer darf. Die Antwort war „Nein…es ist zu viel Wind und im Moment ist es zu gefährlich“. Ich sagte, dass ich schon 13 Jahre segle und dass das nicht mein erstes Mal am Steuer wäre. Da wurde er hellhörig und fragte mich alles Mögliche über meine Segelkenntnisse aus…und ob ich schon mal so ein großes Boot gesegelt wäre und ob ich navigieren kann usw…. Nach einer Weile sagte er endlich „Ok, jump behind the wheel!“! Ich war der überglücklichste Mensch auf Erden. (An dieser Stelle muss ich mal ein großes DANKE loswerden! Das DANKE gilt meiner lieben Mama…hättest du nicht immer wieder gesagt „Geh ans Steuer!!“, hätte ich nie so viel gelernt und ich hätte dieses Boot niemals steuern können!!) Der Skipper ernannte mich zum „neuen Skipper“ und von da an lief es nach meinem Komando. Ich segelte und segelte und steuerte nahezu jede Welle aus und „meine Crew“ von 25 Leuten hatte eine Menge Spaß dabei. Zwischendurch wurden die Mädels auf dem Vorschiff ganz schön nass, aber Segeln ist ja auch ein Wassersport! 😉 Nach 10 Minuten war der Skipper mehr als begeistert von mir und wollte noch mehr über meine Segelerfahrungen wissen. Ich erzählte ihm alles (was ich schon alles kann) und das ich noch Seemeilen für meinen nächsten Segelschein sammle. „Gar kein Problem“, sagte er dann. „Du bekommst ein Zertifikat von mir – für dein Meilenbuch“! Wie geil ist das denn? Ich bekam am Ende meines Trips also tatsächlich ein Zertifikat, aus dem hervorgeht, dass ich 70 Seemeilen (als Crewmitglied!!) auf der „Siska“ im Whitsundays-Segelrevier war. Was soll ich sagen?…Ich bin stolz wie Oskar! 🙂 Die „Siska“ war das größte Boot, was ich je gesegelt bin und es war ganz schön anstrengend! Ich habe mir gleich mal wieder dicke Blasen an den Händen gerieben und ich habe höllischen Muskelkater! Aber das hat sich gelohnt!! (Mama…in Gedanken war ich bei dir!)
Am ersten Segeltag sind wir zu „Hook Island“ gesegelt und dort waren wir im „Vor-Great Barrier Reef“ schnorcheln. Das war soooo schön! Leider hat man auch viele tote Korallen gesehen! 🙁 Nach dem Schnorchel sind wir unter Motor zu unserer Ankerbucht gefahren. Dort haben wir uns den Sonnenuntergang angesehen und es gab ein leckeres Abendessen. Der Sternenhimmel in dieser Nacht war überwältigend!! Auf dem Wasser und so weit weg vom Licht, sieht man unheimlich viele Sterne!! Ich habe mich noch sehr lange mit 3 deutschen Mädels unterhalten, mit denen ich mich sehr gut verstanden habe. Danach bin ich in meine Koje gekrochen.
Am zweiten Segeltag ging es schon kurz nach Sonnenaufgang los. Wir sind zu den berühmten „Whithaven Beach“ gefahren. Dort waren wir für einen kleinen Bush-Walk und ein paar Strandstunden an Land. „Whithaven Beach“ ist das schönste, was ich hier in Australien gesehen habe!! Wow….es ist wie aus dem Reisekatalog….weißer Sandstrand und türkis-blaues Wasser. Unbeschreiblich! Ich musste fast weinen, weil mich seit langem mal wieder etwas richtig begeistert hat (auf meiner Reise!). Nach dem Mittagessen segelte wir (ich) wieder zurück nach Airlie Beach. 30 Knoten Wind und das auf dem „Am-Wind-Kurs“…ich hatte ganz schön zu arbeiten (Segler…ja wir hatten ein Reff…und trotzdem!). Der Skipper sagte mir, dass das Boot nicht schneller als 12 Knoten laufen kann und damit war mein Ehrgeiz geweckt. Auf mein Komando wurden die Segel auf- und zu gemacht und dann packte ich den „Highscore“ von 13 Knoten Fahrt!!!! Ab jetzt lies mich der Skipper ganz alleine machen und vertraute mir voll…ich hatte mir meinen Respekt ersegelt! Am späten Nachmittag kamen wir im Hafen von Airlie Beach an und ich musste die „Siska“ leider wieder verlassen. Ich hatte einen wunderschönen Segeltrip!! Den Skipper werde ich am Mittwoch noch mal wiedersehen, denn er hat mich eingeladen, mit dem Segelclub segeln zu gehen!
Am Abend fuhr ich zu meinem nächsten Couchsurfer (10 min. außerhalb von Airlie Beach) und wurde dort wieder ganz herzlich empfangen. Ich hatte 4 Couchsurfer zu Auswahl und habe mich (keine Ahnung warum!) für „Ken“ entschieden. Und wisst ihr was passiert ist?? Ich war umgeben von Seglern und somit im Segelhimmel! Ich habe tatsächlich einen Mann kennengelernt, der die Welt umsegelt hat. Und er hat die Welt mit dem Motorrad umrundet (dazu gibt es sogar ein Buch!).Wir haben uns gleich angefreundet und er hat mich eingeladen mit ihm segeln zu gehen. Wahrscheinlich werde ich also hier in „Airlie Beach“ ein paar Tage (Wochen?) länger bleiben, denn ich kann ein paar Mal aufs Wasser gehen und ich kann auf einem Boot schlafen! Wunderbar!
Ich bin also im Seglerparadies angekommen….und werde hier ein Weilchen bleiben.
Ich halte euch auf dem Laufenden!
Eurer Wirbelwind
Christiane













































Hey meine Süße,
nach langem wieder ein Kommentar von mir 😉 Du scheinst im Paradies zu sein, ich freue mich so für dich!
Und bin super Stolz auf die weltbeste Seglerin, auch wenn ich davon gar keine Ahnung habe;-)
Hoffentlich hast du noch eine ganz tolle Woche in deinem Segelparadies =)
Hallo meine Liebe 🙂
die Bilder sehen – wie immer – traumhaft aus!
Ich will auch wieder reisen!
Denk an dich,
Deine Anna-Lena :-*
Ich wusste, dass Dir Whitehaven Beach gefallen wird – ich war auch total begeistert.
Ich finde die Geräusche so geil, wenn der Sand unter den Füßen quietscht, weil er so fein ist wie Mehl.
Ich empfehle Dir, etwas weiter nördlich nochmal am Great Barrier Reef zu schnorcheln – dort sind die Korallen noch besser intakt, und Du hast mit etwas Glück Gelegenheit, sowohl Wale und Schildkröten als auch kleine Riffhaie zu sehen – neben Tausenden weiterer und total bunter Fische!
Von Port Douglas aus (knapp nördlich von Cairns) z.B. mit Quicksilver Cruises – die achten darauf, dass dem Riff möglichst kein Schaden zugefügt wird, denn sie ankern an einer fest vertäuten Plattform und müssen keinen Anker ins Riff werfen!
Sei umarmt und geknutscht,
Peter.
Danke für das Foto! Ich bin stolz auf dich! Und vielleicht sogar ein bißchen neidisch auf das schöne Segelrevier. Baue deine Fähigkeiten unbedingt aus. Wir Segler freuen uns auf dich. Segeln macht dich frei. Ich unterstütze dich gern dabei.
Deine Mum