Nationalparks, Feueralarm und Fraser Island!!
8 07 2012Meine Lieben,
wieder ist eine Woche vergangen und es ist viel passiert.
Am Sonntag sind Jonathan und ich weiter nach Noosa gefahren. Unterwegs waren wir bei den „Glass House Mountains“, einem Nationalpark. Dort haben wir sogar einen Wallaby gesehen. Gegen Nachmittag kamen wir in Nossa an und wurden gleich von unserem Couchsurfer „Justin“ in Empfang genommen. Justin ist Neuseeländer und wie ich sie alle kennengelernt habe….sehr hilfsbereit!!! Er kam zur Bushaltestelle und hat uns abgeholt, damit wir nicht noch weiter Bus fahren mussten. Mit ihm zusammen sind wir zu einem Musikfestival gefahren und haben dort seine Freunde getroffen. Alle zusammen hatten wir einen wunderschönen Nachmittag. Er brachte uns zu seinem Haus und hat für uns gekocht. Ich durfte noch seine Waschmaschine benutzen und endlich meine viele Wäsche waschen, bevor ich mich mit meinem neuen Buch (hat er mir geschenkt!) ins Bett verkrochen habe.
Am Montag sind Jonathan und ich etwas früher aufgestanden, weil wir zum „Noosa Nationalpark“ wollten. Justin war bereits bei der Arbeit und somit waren wir alleine in seinem Haus. Ich frühstückte gemütlich und plötzlich ging ein höllisch lauter Alarm los. Der Feueralarm! Ich blickte in die Küche und sah nur noch RAUCH! Es stank und plötzlich erkannte ich die Ursache: Mein Toast brannte!!! Oh nein…wie konnte ich den nur vergessen??? Wir versuchten den Alarm auszuschalten, den Toast hatten wir bereits gelöscht. Fehlanzeige….die Rauchkonzentration war noch zu hoch! Es stank im ganzen Haus!! Ich öffnete alle Fenster und Türen und wedelte mit einem Handtuch den Rauch nach draußen. Nach 5 Minuten stoppte der Alarm. Stille. Mist….wie sollte ich das nur Justin erklären?? Ich fand noch einen Raumerfrischer, den ich überall in den Räumen versprühte. Wir entschieden uns einfach noch ein bisschen zu lüften und somit kamen wir zwei Stunden später los. Schließlich roch man kaum noch etwas. Nach diesem spannenden Frühstück sind wir zum Nationalpark gefahren, haben dort noch einen Franzosen (den wir vom Surfers Paradise kannten) eingesammelt und sind wandern gegangen. Wir hatten wieder das beste Wetter und somit sind wir nach dem Wandern noch an den Strand. Nach einem kleinen Sonnenbad hat uns Justin wieder abgeholt und zu seinem Haus gefahren. Unterwegs beichtete ich mein kleines Missgeschick. Er lachte nur und sagte: “No worries, that happens all the time, when I have blond, german Couchsurfers in my House“! Mit einem Zwinkern und einem Lächeln war die Sache also erledigt. Am Abend kochten wir alle zusammen und unterhielten uns lange (Justin hat eine wunderbare Lebenseinstellung!!), bevor wir ins Bett gefallen sind.
Am nächsten Morgen mussten wir sehr früh raus. Wir hatten eine Tour zum berühmten „Australian Zoo“ gebucht. Über 6 Stunden sind wir durch den riesigen Zoo gelaufen. Wir haben alle australischen „Wildlife-Tiere“ gesehen…von giftigen Schlangen bis hin zu den verschiedenen Vögeln. Wir konnten Koalas und Kangaroos streicheln und wir waren bei einer Krokodilshow. Es war ein richtig schöner Tag!! Am Abend hat uns Justin wieder abgeholt und uns zu einem Aussichtspunkt gefahren, damit wir den schönen Vollmond betrachten konnten. Danach hat er wieder für uns gekocht!! Also mal ehrlich…das war kein Couchsurfen, sondern ein 5***** Sterne Resort mit „All Inklusive“!! (Thank you so much Justin!!!) Nach dem gemeinsamen Abendessen sind wir müde ins Bett gefallen.
(Ich erspare euch jetzt die Fotos von jedem Tier….sonst müsste ich noch 400 Bilder hochladen,…und ihr wisst ja wie eine Schlange aussieht!) 🙂
Am Mittwoch hatten wir noch bis zum Nachmittag Zeit in Noosa. Ich bin zum Strand gelaufen und habe mich ein bisschen gesonnt, bevor ich meinen „Backpack“ wieder packen musste. Unser Bus fuhr pünktlich zu Rainbow Beach. Dort kamen wir am Abend an und nach dem Abendessen haben wir noch ein Rugby- Spiel gesehen.
Am Donnerstag bin ich nach dem Frühstück zum Strand gelaufen. Ich wollte die verschiedenen Farben im Sand sehen (der Grund warum Rainbow Beach so benannt wurde). Ich bin lange am Strand gelaufen und habe die Aussicht genossen. Gegen Mittag hatten wir unsere Fraser Island- Besprechung. Dort wurden unsere Führerscheine geprüft und wir bekamen ein paar Infos, wie wir uns auf der Insel verhalten müssen (z.B. geht auf gar keinen Fall in den Ozean…da sind viele Haie, lasst kein Essen neben euren Zelten liegen, sonst kommen die Dingos…usw.)! Nach der Besprechung sind wir noch zu den Sanddünen gelaufen, waren dort Sandborden und wir haben das Werfen von einem Boomerang gelernt. Zu guter Letzt hatten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang!
Am nächsten Morgen mussten wir sehr früh aufstehen, auschecken und unsere Allrad-Jeeps mit unserem Campingzubehör beladen. Wir bekamen eine kurze Einweisung, wie wir mit den Autos im tiefen Sand fahren sollen und wie man sich nach dem Steckenbleiben wieder befreit. Danach sind wir mit der Fähre nach Fraser Island gafahren.
Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt und gehört zu den wenigen (3!) Inseln, auf denen ein Regenwald auf Sand wächst! Fraser Island hat viele Frischwasserseen und bietet dadurch eine wunderbare Natur-und Tierwelt.
Das Wetter war das ganze Wochenende sehr durchwachsen. Wir hatten Sonne und Regen…also von allem etwas. Da hatte ich diesmal nicht so viel Glück. Trotzdem haben wir (eine lustige Gruppe von 14 Leuten und der Tourguide) das Beste draus gemacht. Auf Fraser Island angekommen haben wir uns gleich den See „Wabby“ angesehen. Wir mussten über eine Sanddüne laufen, um den See zu erreichen, denn für den Jeep war der Sand auch zu tief. Danach haben wir unser Nachtlager aufgeschlagen. Nur wenige Meter vom Strand entfernt, warm eingehüllt in unsere Schlafsäck, sind wir nach einer kleinen Party und einem leckeren Abendessen, eingeschlafen.
Der Tourguide hat uns am nächsten Morgen schon sehr früh aufgeweckt. „Good morning guys! Get up and let´s explore Fraser Island”! Nach dem Frühstück (was schon lange gedauert hat, weil wir unser Wasser mit dem Gaskocher heiß machen mussten!) sind wir also mit den Jeeps wieder los, um die Insel zu erkunden. Wir waren bei den „Pinnacles“ (Sandberge aus verschieden Farben), bei den „Champagne Pools“, bei einem toten Wahl 🙁 (da zeig ich kein Bild!) und im Regenwald. Unser Tourguide hat dabei viel über die Geschichte von Fraser Island und über die Natur geredet. Somit haben wir sehr viel gelernt. Danach sind wir bis zum Ende der Insel gefahren. Dort waren wir bei dem „Indian Head“, einem Aussichtspunkt. Wir sind also den ganzen Tag auf der Sandpiste gefahren und kleine Wanderwege gelaufen, bevor wir wieder zurück zu unserem Nachtlager gefahren sind. Das Abendessen mussten wir uns wieder über den Campingkochern zubereiten, bevor wir in unsere Schlafsäcke gekrochen sind.
Heute wurden wir wieder früh geweckt! Noch vor Sonnenaufgang sind wir zum Strand gefahren, um dort das Schiffswrack „Maheno“ zu betrachten. Dabei haben wir den Sonnenaufgang beobachtet. Nach dem Frühstück mussten wir unser Nachtlager räumen und unsere Sachen packen. Mit dem Jeep bin ich (diesmal war ich an der Reihe) quer über die Insel, zum „Lake McKenzie“ gefahren. Das Fahren auf der rechten Seite und dabei das Schalten auf der linken Seite, ist schon etwas gewöhnungsbedürftig! Es hat aber (bis auf die üblichen paar Mal im Sand steckenbleiben) gut geklappt. Der „Lake McKenzie“ ist der berühmteste See auf der Insel, weil es so schönes blaues Wasser hat. Schwimmen ist dort ein Muss!! Leider war bei uns das Wetter nicht ganz so gut und es war ziemlich (richtig!!) kalt! Trotzdem sind wir ins Wasser und haben das Schwimmen genossen. Nach dem sehr erfrischenden Bad sind wir wieder an der Sandküste entlang, zurück zur Fähre gefahren. Mit der Fähre ging es wieder nach Rainbow Beach. Dort werde ich heute noch eine letzte Nacht verbringen, bevor ich morgen früh weiter nach „Bundaberg“ und schließlich nach „Agnes Water“ weiter fahre.
Jetzt freue ich mich aber erst mal auf eine heiße Dusche (beim Campen nicht möglich!) und einem nicht sandigen Bett! 🙂
Ich melde mich bald wieder,
eure Christiane















































Regenwald auf Sand,wusste nicht das es sowas gibt,wow!!!!
Ich habe mich ja gaaaaanz lange ( und es war schwer ! ) zurückgehalten zusagen und deswegen darf ich mal wieder : NEID !!!!!
Christiane im Wunderland and the dream goes on ! 🙂
Hallöchen,
das hört sich ja mal wieder alles sehr spannend und toll an 🙂 Genieße Deine Zeit… bei mir haben nun die letzten 4 Wochen angefangen, dannach werde ich „meine“ Insel mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen…aber bis dahin gibt es noch viel zu erleben… 🙂
Viiieeeelll Spaß noch
Carola