„Adventure Week“

28 04 2012

Hallo meine Lieben,

nun sind schon wieder ein paar Tage vergangen und es gibt wieder so viel zu berichten:

Am Freitag (20.4.) war unser letzter Arbeitstag auf dem Feld. (Wir haben in den 5 Tagen wirklich sehr viel geschafft!) Einerseits ist es schade, dass wir nur so kurz an diesem Projekt gearbeitet haben, aber andererseits brauchten unsere Körper auch endlich Erholung. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie die Sonne, die Hitze und die Luftfeuchtigkeit unsere Arbeit erschwert haben! Einige von uns sind krank geworden…ich leider auch! Also musste ich mich vier Tage lang mit einer Erkältung durchschleppen. Gott sei Dank gibt es hier überall frischen Ingwer. Das hat geholfen. 🙂

unser letzter Arbeitstag

unser letzter Arbeitstag

Am Samstag hatten wir unseren freien Tag und wir waren im „Nature Club“, einem Park in der Nähe von Sangkhlaburi. Dort konnten wir den ganzen Tag relaxen, lesen, schwimmen, Kajak fahren oder gegen einen Aufpreis auch Seilrutschen rutschen, Quad fahren usw….Da ich noch ziemlich erkältet war, habe ich es beim Relaxen am See und Kajak fahren belassen. Das war aber sehr schön!!

"Nature Park"

"Nature Park"

ein Tag Erholung

ein Tag Erholung

Am Sonntag haben wir dann die Waisenkinder von unserem Projekt kennengelernt. Wir haben sie im „Dream House“ (dem Waisenhaus von der Organisation „Starfish“) besucht und mit ihnen den Tag verbracht. Insgesamt leben dort ca. 30 Waisenkinder mit nur einer Betreuerin. Das jüngste Kind ist gerade mal 2 Jahre alt, fünf Kinder haben Aids und ein Kind hat einen Herzfehler. Die (nur eine!) Betreuerin ist also für alle Kinder eine Mutter, eine Freundin, eine Lehrerin, eine Köchin oder eine Arzthelferin. Sie macht einfach alles für die Kinder und schafft es dabei sogar auf jedes Kind speziell einzugehen. Sie sagte uns, dass ihr Wort „everything“ ist. Sie macht einfach alles und ist einfach alles für die Kinder. Die Älteren helfen ihr natürlich dabei. Ich war fasziniert von den Kids! Da sind unheimliche Talente dabei….ein Junge zum Beispiel ist ein sehr guter Künstler. Er malt wunderschöne Bilder und er lernte innerhalb einer Stunde vier neue Lieder auf der Gitarre….nur vom Zuhören! Ich war beeindruckt! Ein paar Bilder haben wir ihm abgekauft. Er hat wahrscheinlich noch nie so viel Geld in seinem Leben verdient. Das Geld verdient er aber nicht für sich alleine. Im Waisenhaus wird immer und alles geteilt. „Mein ist Dein“ und es gibt kein „das ist aber meins“ oder „das gehört aber mir“. Es gehört immer allen. Von „seinem“ Geld wird wieder etwas für alle gekauft. Ich war so gerührt, als ich gesehen habe, dass sogar ein ganz kleiner Schokokeks in noch mehr kleine „Krümel“ geteilt wurde. Ich war einfach sprachlos.

Wir haben also mit den Kindern gespielt, mit ihnen geredet und für sie gekocht. Es war ein wunderschöner Nachmittag. Der Abschied war dafür umso schwerer….gerade die Leute, die eine Woche im „Kinderprojekt“  waren, konnten die Tränen nicht zurückhalten. Zum Abschied gab es noch ein „Ständchen“ von den Kindern und viele innige Umarmungen. Sie waren so dankbar für unsere Hilfe…ein Mädchen sagte zu mir: „Ich habe kein Geld für dich, aber ich werde für dich beten“.

Es gibt kein besseres Dankeschön auf dieser Welt.

im Waisenhaus

im Waisenhaus

kochen fuer die Kinder

kochen fuer die Kinder

"Friseur" spielen...

"Friseur" spielen...

Resultat

Resultat

Waisenkind und ich

Waisenkind und ich

Abschied von den Kindern

Abschied von den Kindern

Am Montag und Dienstag waren wir für unsere Trekkingtour im Dschungel. Am ersten Tag ging es mit einer 16 km Tour los. Wir hatten sechs Guids dabei und zwei waren sogar bewaffnet (für den Fall, dass wir größeren Tieren begegnet wären). Man konnte sich also absolut sicher fühlen und sie haben einem auch immer geholfen, wenn die Tour etwas schwieriger wurde. Wir sind bei einer unglaublichen Hitze und Luftfeuchtigkeit gelaufen, mussten Bäche überqueren, bergauf und bergab gehen und sogar durch eine Höhle wandern. Die Tour hat viel Spaß gemacht, aber die Hitze war unerträglich. Normalerweise schwitze ich so sehr nur in der Sauna! Wir mussten immer wieder Pausen machen, haben es aber alle geschafft und wir sind im „Camp“ angekommen. Dort gab es ein leckeres Abendessen von den Einheimischen und wir konnten uns mit einer „Eimerdusche“ frisch machen. Die Dorfleute haben sich über unseren Besuch gefreut und es gab den ganzen Abend Musik und Thaiwhisky oder Thaicocktails. Schon nach einem Thaicocktail war ich so müde, dass ich in mein Zelt gekrochen bin. Die Zelte standen aber nicht im Dschungel, sondern im Wohnzimmer vom Dorfoberhaupt. (Im Dschungel wäre es zu gefährlich!) Na gut…es war auf jeden Fall ein schönes Erlebnis!

unsere Guids

unsere Guids

los gehts...

los gehts...

ueber Stock und Stein...

ueber Stock und Stein...

am Fluss entlang....

am Fluss entlang....

durch die Hoehle...

durch die Hoehle...

"ein Licht am Ende des Tunnels"

"ein Licht am Ende des Tunnels"

endlich wieder Licht

endlich wieder Licht

immer wieder Pausen

immer wieder Pausen

endlich da!

endlich da!

Wandern macht hungrig! :)

Wandern macht hungrig! 🙂

"spicy"

"spicy"

Thaicocktails...mhm!

Thaicocktails...mhm!

unser Nachtlager

unser Nachtlager

der Blick in den Dschungel

der Blick in den Dschungel

Am zweiten Tag ging es gleich nach dem Frühstück weiter und wir mussten nur noch 4 km wandern. Zuerst haben wir uns einen „Tempel“ im Wald angesehen…eigentlich ist es mehr ein Felsen, aber wieder ein heiliger und schöner Ort. Danach sind wir weiter durch den Dschungel gelaufen und haben uns einen Wasserfall angesehen. Der Wasserfall ist im Moment sehr klein und hat nur wenig Wasser, weil Trockenzeit ist. Trotzdem fand ich ihn sehr schön. Nach der Wasserfallbesichtigung liefen wir zu unserer Endstation und wir bekamen unser Mittagessen von den Dorfleuten gebracht. Endlich konnten wir im Schatten sitzen und uns ausruhen!! Mit mehreren Trucks wurden wir dann wieder zurück ins Hotel gebracht. Den Rest des Tages haben wir beim „cool down“ am See verbracht.

der Tempelfelsen

der Tempelfelsen

Buddha im Dschungel

Buddha im Dschungel

Richtung Wasserfall

Richtung Wasserfall

am Wasserfall

am Wasserfall

mein Mittagssnack: Erinnerung an die Arbeit im Labor! :)

mein Mittagssnack: Erinnerung an die Arbeit im Labor! 🙂

das Ende der Trekkingtour...

das Ende der Trekkingtour...

Am Mittwoch ging es dann (wieder zu Fuß!) durch Sangkhlaburi und wir haben uns die berühmte Holzbrücke angesehen. Das ist die größte Holzbrücke in Thailand und sogar die zweitgrößte Holzbrücke in der Welt! Zusammen sind wir über die Brücke auf die andere Seite der Stadt gelaufen, um uns (wieder) zwei Tempel anzusehen. Wieder waren es sehr schöne Tempel, aber nach so vielen Tempeln, kann ich nicht mehr sagen, welcher mir besser gefallen hat. Ich glaube ich habe die Nase voll von Tempeln! 🙂 Nach unserer Tempeltour wurden wir für unsere Raftingtour zum Fluss gefahren. Ich hatte mich auf „richtiges Wildwasserrafting“ gefreut, aber daraus wurde leider nichts. Der Fluss hatte zu wenig Wasser, weil wir in der Trockenzeit sind. Schade!! Aber dafür hatten wir ein Bambusfloß-Rafting mit einer Wasserschlacht. Das war mindestens genauso witzig!! Und wo kann man das schon mal erleben??

Ich auf der laengsten Holzbruecke in Thailand!

Ich auf der laengsten Holzbruecke in Thailand!

nach den Tempeln hatte ich Durst: Cola aud der Tuete...typisch Thailand!

nach den Tempeln hatte ich Durst: Cola aud der Tuete...typisch Thailand!

Bambussrafting

Bambusrafting

erfrischend...

erfrischend...

Wasserschlacht im Fluss

Wasserschlacht im Fluss

Das Rafting endete fuer alle im Wasser!

Das Rafting endete fuer alle im Wasser!

Am Abend hatten wir ein nettes Abschlussessen und eine kleine Abschiedsfeier mit den anderen Volunteers.

Am Donnerstagmorgen hieß es dann „Goodbye Sangkhlaburi“ und mit einem großen Reisebus haben wir uns auf den Weg (24 Stunden Tour!) nach Kho Phangan gemacht. Endlich ging es los zur „Trauminsel“! Auf dem Weg haben wir uns die heißen Quellen angesehen und einen Zwischenstopp in Kanchanaburi gemacht, wo wir noch mal in „unseren“ Pool springen konnten.

heisse Quellen

heisse Quellen

heisse Quellen

heisse Quellen

Mit dem Bus ging es dann weiter Richtung Süden. In den frühen Morgenstunden erreichten wir die Fähren und konnten zu der Insel übersetzen. Gegen Mittag waren wir dann endlich in unserem Resort und konnten unsere Strandhütten beziehen. Danach hieß es erst mal ankommen und „genießen“!

in den Morgenstunden...warten auf die Faehre!

in den Morgenstunden...warten auf die Faehre!

los gehts...

los gehts...

der erste Blick auf Kho Phangan

der erste Blick auf Kho Phangan

unsere Beach-hut

unsere Beach-hut

der Blick von unsere Terrasse

der Blick von unsere Terrasse

im Paradies

im Paradies

Die nächsten Tage werden auf jeden Fall ruhiger. Wir machen noch eine Elefantentrekkingtour und zum Schnorcheln werde ich mich auch anmelden. Ansonsten haben wir hier „Freizeit“ und jeder kann seine Woche gestalten, wie er möchte. Am Sonntag steigt hier auf der Insel die berühmte Moon-Party! Ich bin zur Half-Moon-Party da…..aber darüber werde ich euch dann später berichten! 🙂

Bis bald,

eure Christiane



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2 Antworten zu “„Adventure Week“”

  • Carola Helfrich sagt:

    Hey Du, toller Bericht…macht viel Spaß zu lesen :-))) Super Erlebnisse 🙂 Hier in SL ist es auch gerade sehr, sehr heiß obwohl wir Monsunzeit haben…am Wochenende ist Vesak-Fest…das gibt es ja in Thailand auch, oder?! Buddahs Birthday…hier werden glaub ich eine Million Lichterketten gerade angebracht… 😉 viiieeel Spass und pass auf Dich auf! 🙂
    LG carola

  • Bibi sagt:

    Thai FDA? Ach da kommst du irgendwie auf der ganzen Welt nicht drum rum oder? ^^ Wirklich wunderschön deine Berichte. Danke! Ich muss so oft schmunzeln, lächeln oder mich einfach nur wundern, dass es mir so manchen Tag versüßt. Weiter so, Süße. Hdl und bin stolz auf dich.
    Deine Bibi

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