Happy New Year & Volunteering!

19 04 2012

Hallo meine Lieben!

Ich wünsche euch allen ein frohes neues (thai) Jahr!! Am Freitag den 13. hat das große Neujahrsfest in Thailand begonnen. Insgesamt geht es 3 Tage lang und wird auch das „Wasserfestival“ genannt, weil man sich aus Tradition gegenseitig nass macht. Da der April der heißeste Monat in Thailand ist, bietet sich das auch sehr gut als kleine Erfrischung an! Das Wasser bringt Glück für das neue Jahr, also kann man sich sehr glücklich schätzen, wenn man immerzu nass gemacht wird. Ich war den ganzen Tag bis auf die Unterwäsche nass (und das 3 Tage lang!), also kann nichts mehr schief gehen mit meinem Glück! 🙂 Mit Eimern und Wasserpistolen gab es eine lustige Wasserschlacht. Überall wo man war, hat man erst mal eine Ladung Wasser abbekommen. Auf Dauer war das ganz schön anstrengend!

noch "fast" trocken...

noch "fast" trocken...

komplett nass...

komplett nass...

unsere "Waffen"

unsere "Waffen"

Wir haben an diesem Tag eine Tempeltour gemacht und uns insgesamt 3 Tempel angeguckt! Hier ist jeder Tempel so beeindruckend! Beim dritten Tempel durften wir mit den Mönchen meditieren und danach zur Zeremonie gehen. Jeder von uns bekam eine große Tüte mit kleinen Fischen, die man in den See freilassen sollte. Diese Tradition besagt, dass man alle seine Sorgen, Ängste, Krankheiten und schlechten Sachen in das Wasser freigibt und somit im neuen Jahr nur noch „gute Dinge“ hat. Ich fand die Zeremonie sehr schön und ich freue mich, dass ich daran teilhaben durfte!

Drachentempel

Drachentempel

Nina und ich im Drachentempel

Nina und ich im Drachentempel

Zeremonie

Zeremonie

meditieren....

meditieren....

...mit den "Monks"

...mit den "Monks"

"komplett nass" lasse ich meine Fische frei...

"komplett nass" lasse ich meine Fische frei...

wieder ein Buddha <)

wieder ein Buddha 🙂

Am Abend wurde dann noch kräftig „Happy New Year“ gefeiert! (Leider gibt es von diesem Abend keine Bilder…meine Kamera wäre gleich nass geworden!)

Am nächsten Tag sind wir dann mit dem Bus nach Sangkhlaburi weitergefahren. Auf dem Weg haben wir uns den „Hellfire-Pass“ angesehen, welcher den Ursprung im zweiten Weltkrieg hat. Wir waren im Museum und haben viel über den Krieg und die Schlucht erfahren…ich war tief berührt, als ich an diesem Ort stand!

ein kleiner Teil vom "Hellfire Pass"

ein kleiner Teil vom "Hellfire Pass"

"Wir" im Hellfire Pass

"Wir" im Hellfire Pass

Gegen Abend sind wir in Sangkhlaburi angekommen und hatten eine kleine Stadtführung. Da die Stadt hier winzig ist (in etwa so groß wie Schwarzbach…naja ein bisschen größer vielleicht), waren wir schnell fertig! Hier ist einfach nichts los und der Hotelstandard ist auch lange nicht mehr so gut, wie in den größeren Touristenorten. Ich fühlte mich ein bisschen an Indien erinnert (nur ist es lange nicht so schlimm!)! Aber ich bin hier ja auch zum Arbeiten und nicht nur zum Urlaub machen! 🙂

Welcome in Sangkhlaburi

Welcome in Sangkhlaburi

Nach der Stadtführung sind wir noch an den See gegangen und waren schwimmen. Bei dieser Hitze hier braucht man einfach regelmäßig eine Abkühlung!! Im Anschluss haben wir uns noch unsere Arbeitskleidung (Handschuhe und billige Hosen) gekauft und wurden dabei von einem heftigen Gewitter überrascht! Ich habe noch nie einen so heftigen Regen erlebt…

Regen!

Regen!

platsch nass...

platsch nass...

eine improviesierte Waescheleine in unserem Zimmer :)

eine improvisierte Waescheleine in unserem Zimmer 🙂

"unser" See in Sangkhlaburi

"unser" See in Sangkhlaburi

-grins-

-grins-

Am Montag war dann unser erster Arbeitstag. Wir bauen ein neues Waisenhaus, weil das alte Haus beim letzten Monsun kaputt gegangen ist. Jetzt haben viele Kinder kein zu Hause mehr. Das Projekt wird 1-2 Jahre dauern und wir stehen erst ganz am Anfang! Unsere Aufgabe ist es, einen großen Graben um das gesamte Grundstück zu graben, damit das Regenwasser beim nächsten Monsun abfließen kann. Wir stehen also bei 37°C in der prallen Sonne auf dem Feld und graben. Das ist so anstrengend!! Mir tut jetzt schon alles weh! Wir stehen morgens um 6 Uhr auf und fangen um 7 Uhr an, damit wir bis zur Mittagssonne fertig sind. Um 13 Uhr machen wir immer Feierabend, weil die Hitze dann unerträglich wird und wir auch keine Energie mehr haben. Wir haben aber schon ziemlich viel geschafft!

los gehts...

los gehts...

graben...

graben...

...graben...

...graben...

...noch mehr graben...

...noch mehr graben...

Mittagspause... k.o. von der Sonne!

Mittagspause... k.o. von der Sonne!

nach den ersten paar Stunden

nach den ersten paar Stunden

Mir macht die Arbeit Spaß, weil ich weiß, dass es das zu Hause von vielen Kindern wird, die sonst nichts haben. Wir haben eigentlich soooo viel, da ist es nur fair etwas abzugeben! Am Sonntag werden wir die Kinder kennenlernen und ich bin mir sicher, dass sie uns durch ihr Lächeln auch ganz viel „zurück“ geben werden.

Außerdem ist diese Art von Arbeit wieder eine gute Erfahrung für mich. In Indien bin ich „mental“ an meine Grenzen gekommen, weil ich viel Armut, Leid und Dreck gesehen habe. Hier in Thailand komme ich auch körperlich an meine Grenzen und ich weiß wieder mal mehr mein Leben in Deutschland zu schätzen. Diese Erfahrungen möchte ich nicht mehr missen.

Der Rest der Woche lief immer nach dem gleichen Programm: aufstehen, arbeiten und danach erholen (am See oder bei der Thaimassage). So viel gibt es darüber also gar nicht zu berichten! 🙂

Morgen müssen wir auch noch mal Arbeiten und am Samstag haben wir unseren freien Tag. Da werde ich wahrscheinlich mit den Anderen zum National Park fahren.

In den nächsten Tagen startet dann auch unsere Trekkingtour und das Wildwasserrafting….im nächsten Blog werdet ihr also wieder viel zu lesen haben! 🙂

Ich melde mich bald wieder,

bis bald

Eure Christiane



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3 Antworten zu “Happy New Year & Volunteering!”

  • Kai sagt:

    Hallo Christiane, wieder ein sehr schöner Bericht. Es macht mir jedes Mal Spaß zu lesen was du erlebt hast. Neulich beim Mittagessen habe ich Diana, Sabrina, Christine, Aurelia und Daniela von deinen Berichten erzählt. Die waren auch alle begeistert 🙂 Ich soll dir von ihnen auch viele liebe Grüße sagen!
    Ich hoffe bei dir läuft auch weiterhin alles rund.

    Viele Grüße
    Kai

  • Otfrid Kromer sagt:

    Liebe Christiane,
    mit deinen wunderschönen Reiseberichten begeisterst du seit Beginn deiner Weltreise deine Familie, deine Freunde und alle Interessierten, die auf deine Seite schauen.
    Du nimmst jeden durch die Art deiner Reisebeschreibungen ein Stück mit dir mit, lässt alle ganz intensiv an deinen Erlebnissen teilhaben. Das ist ganz großartig.
    Die Bilder erwecken den Eintrag, dass dir die Reise sichtlich Spaß macht und du auch widrige Bedingungen oder widrige Verhältnisse tapfer aushältst. Das ist bewundernswert.
    Ich finde es großartig, dass du dich in deinen jungen Jahren dazu entschieden hast, deinen Horizont und deine Weltsicht mit Hilfe dieser Reise zu erweitern!
    Von deinem Thailand – Aufenthalt hast du auch schöne Bilder von Tempelanlagen in deine Berichte eingeflochten.
    Mögen dich alle Götter, die dir auf deiner Reise bisher begegnet sind und die dir noch begegnen werden, weiterhin beschützen und dich in umsorgender und behütender Weise begleiten.
    Herzliche Grüße aus der Heimat schickt dir auf diesem Wege dein Klassenlehrer aus Brühler Tagen . . .
    Otfrid Kromer

  • Hi Chrissi,
    ja, das glaub ich, dass da die Abkühlung per Dauer-Dusche an „Neujahr“ gut tat! Hatte schon davon gelesen, muss ja ein Heidenspaß sein!
    Das mit dem Graben sieht ganz schön anstrengend aus! Zumal ich ja weiß, dass es nicht nur die Temperatur ist, sondern auch die hohe Luftfeuchtigkeit, die einem zusetzt.
    Bin schon sehr gespannt auf Deinen nächsten Bericht mit neuen Bildern – ist immer wieder klasse!
    Fühl Dich umarmt, ich schick Dir mal wieder ’ne E-Mail,
    Peter.

    P.S. Liebe Grüße von Carola aus Colombo, die aber zur Zeit in Hong Kong ist.

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