Meine letzte Insel & mein Fazit von Fiji

16 09 2012

Bula meine Lieben,

heute melde ich mich das letzte Mal aus Fiji. Ruck zuck waren die 34 Tage auf den Fiji-Inseln um und jetzt bin ich noch mal bei Diana. Am Dienstag geht es dann über die Datumsgrenze nach America!! Hier ist aber erst mal mein Wochenbericht:

Am Dienstag wanderte ich wieder über die Insel „Mana“ und lief zu einem Aussichtspunkt. Die Aussicht war wunderschön und man konnte bis „Castaway“ gucken. Dort wurde der berühmte Film „Castaway“ mit Tom Hanks (im Jahr 2001) gedreht. Nach der Wanderung gab es das Mittagessen und danach ging ich mit Peter, Kira und Jonas (drei Deutschen) zum „Sunset Beach“ zum Schnorcheln. Ein paar Stunden verbrachten wir unter Wasser, weil die Korallen und die Fische einfach atemberaubend schön waren. Auf dem Rückweg traf ich wieder auf Stephanus, den ich jetzt schon auf 3 verschiedenen Inseln immer wieder getroffen habe. Ich habe mich richtig sehr über die vierte Begegnung gefreut, denn wir verstanden uns immer super gut. Zusammen  ließen wir den Abend  an der Bar ausklingen.

ein Blick auf die Insel

Castaway-Island (links), Honeymoon-Island (rechts)

Ich am Aussichtspunkt

Schnorcheln

Unterwasserwelt

Nemo

Ich mit einem blauen Seestern

Mantarochen

Am Mittwoch mieteten wir uns gleich nach dem Frühstück zwei Kajaks. Stephanus und ich planten einmal um die Insel zu fahren, aber schon nach ein paar Metern stellten wir fest, dass die Strömung zu stark war. Es war also viel zu anstrengend (für mich!) und so ließen wir uns einfach ein bisschen treiben und paddelten zu den Segelbooten, die vor Anker lagen. Wir unterhielten uns mit den Seglern und Weltumseglern und genossen einfach ein paar Stunden auf dem Wasser. Am Nachmittag liefen wir noch auf die andere Seite von der Insel. Dort ist ein kleiner Berg mit einer richtig guten Aussicht und wir genossen den Blick auf die Insel. Am Abend fand das „International Crab Race“ statt. Für 5 Dollar konnte man sich eine Krabbe kaufen, die das eigene Land vertritt. Das Rennen ging los und wir feuerten unsere „Deutschland-Krabbe“ an. Und siehe da…..wir kamen ins Finale! 😉 Nach der deutschen Nationalhymne startete unsere Krabbe im Final (gegen Australien) und letztendlich haben wir sogar gewonnen! Ein witziger Abend ging (an der Bar) zu Ende.

auf dem Kajak

Stephanus und Ich

ein Blick auf die Insel Mana

Am nächsten Morgen regnete es wieder ein bisschen und somit habe ich den Tag mehr oder weniger „verbummelt“. Ich las in meinem Buch und hörte ein bisschen Musik. Danach musste ich wieder von meinen neuen Freunden Abschied nehmen. Stephanus, Kira und Jonas machten sich zur Abreise bereit. Ich verbrachte den Tag in der Hängematte und am Strand und am Abend ging ich endlich mal wieder früh schlafen! 🙂

Am Freitag musste ich mich um ein paar wichtige Dinge kümmern (organisatorisch). Ich habe mir ein Hotel für L.A. gebucht, meinen Flug bestätigt und lauter solche Dinge erledigt! Das hatte mich den ganzen Vormittag gekostet. Meinen letzten Nachmittag auf der Insel genoss ich noch mal in der Sonne und ich habe mir die „Coconut Demonstration“ angesehen und Kokosnüsse gegessen. Am Abend habe ich mir ein letztes Mal den Sonnenuntergang angesehen und mir einen Cocktail an der Bar gegönnt.

lecker Kokosnuss

lernen, wie man eine Kokosnuss öffnet (like Castaway) 🙂

Sonnenuntergang

Letzter Abend: Ich (braun gebrannt) beim Cocktail genießen!

Am Samstag musste ich packen und mit dem Boot wieder zurück nach Nadi fahren. Dort angekommen unterhielt ich mich eine Weile mit Diana. Die letzten Tage (bis Dienstag) werden sehr ruhig. Ich muss viel Wäsche waschen und mich auf meine Weiterreise vorbereiten! Ein schöner „Urlaub“ auf Fiji geht zu Ende. 🙂

Hier aber erst mal mein Fazit:

Die Menschen in Fiji sind sehr arm, aber einfach glücklich! Sie strahlen einem mit ihren großen „Bula-Lächeln“ an und meinen es auch tatsächlich so. Wenn Fijianer lachen, dann zeigen sie auch richtig ihre Zähne! Ehrlich…ich habe noch nie ein „so großes“ Lächeln gesehen. Sie sind sehr entspannt und sie kennen das Wort „Stress“ auch gar nicht. Außerdem sind sie sehr hilfsbereit und haben ein sehr großes Vertrauen zu fremden Menschen. Das Materielle oder das Geld spielt keine große Rolle, es ist wichtiger, dass eine Familie zusammenhält und es allen gut geht.

Das Land ist einfach traumhaft schön! Das tropische Klima sorgt für grüne Wälder, Dschungellandschaften und eine Pflanzenvielfalt. Das Wetter ist das ganze Jahr über sehr ähnlich…es ist heiß und feucht (und einmal im Jahr gibt es einen großen Sturm!!) die Die Hauptinsel ist leider sehr verdreckt und man sieht viele Müllberge. Wie auch in Indien, haben sie ihr kein Müll-Recycling. Der Müll wird alle paar Tage im Garten verbrannt und dementsprechend stinkt es und sieht es auch aus. Die kleineren Inseln sind dafür aber ein Traum. Jede Insel sieht anderes aus und hat andere Merkmale. Was aber jede Insel hat, sind die traumhaften Strände….weißer Sand und das kristallklare Wasser. Schnorcheln, Tauchen oder einfach nur Schwimmen ist ein Höhepunkt auf den Fiji´s. Die Fische und die Korallen sind so bunt und alles erscheint einem unwirklich schön.

Die Fijianer sind sehr stolz auf ihre Kultur. Trotz Tourismus kriegt man noch sehr viel von den Ursprüngen mit. Die Tänze, die Sprache, die Art und Weise mit der Natur umzugehen, die Kleidung und auch die Kava-Zeremonie ist in jeder Familie bekannt. Eine Familie lebt auch (meistens) unter einem Dach und arbeitet zusammen. „Einer für Alle“ und „Alle für Einen“….es wird einfach alles geteilt. In Fiji lebt man mit der Natur…man nutzt alles zum Essen, zum Heilen oder zum Dekorieren, so dass kaum Abfälle bleiben.

„Fiji Time“ ist eine ganz eigene Zeitzone. Die Zeit hat keinen Maßstab mehr:  5 Minuten können 20 Minuten oder auch eine Stunde sein. Wenn man aus Europa kommt, ist es sehr schwer dafür Verständnis zu haben….man möchte, dass das Essen pünktlich kommt und der Bus pünktlich abfährt. Man kann schon ganz schön „sauer“ werden, wenn man eine Stunde lang auf irgendetwas warten muss (oder wenn man fast seinen Backpack verliert…!)Wenn man sich allerdings anpasst und einfach gar keine Uhr mehr trägt, dann ist das Leben hier ganz einfach. Man steht mit der Sonne auf, man isst, wenn man Hunger hat, man geht schwimmen, wenn keine Ebbe ist und man ist einfach entspannt. Ich habe hier gelernt zu entspannen…also voll und ganz zu entspannen. Ich kann mehrere Stunden gar nichts machen und habe kein schlechtes Gewissen oder das Gefühl „etwas zu verpassen“. Ich bin wirklich „ruhiger“ geworden und am Ende voll und ganz in der „Fiji Time“ angekommen.

„Fiji“ ist ein absolut schönes Reiseziel. Man sieht viele Pärchen in den Flitterwochen, aber auch einfache Backpacker aus aller Welt. Es gibt 5 Sterne Resorts oder einfache Hostels, also ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. Das Klima, das Wasser und die Strände sind wunderschön und ich möchte gerne noch mal hierher zurück kommen!!! Solltet ihr also irgendwann mal in der Nähe sein (Australien oder Neuseeland), dann nehmt die Fiji´s unbedingt mit!! Weiterempfehlungsrate: sehr hoch!! 🙂

Jetzt geht es weiter mit meiner sechsten (und letzten) Etappe und somit mit der nächsten Kultur. Ich fliege nach Amerika und freue mich schon darauf, euch von meinem nächsten Abendteuer zu berichten.

mit meinen „7 Sachen“ ziehe ich weiter

Bis bald,

eure Christiane



Inselhopping „Teil 2“

10 09 2012

Hallo meine lieben Daheimgebliebenen,

wieder ist eine Woche aufregende Woche vergangen:

Am Dienstag musste ich mich von den zwei deutschen Mädels und dem Amerikaner verabschieden. Sie fuhren weiter zur nächsten Insel und ich blieb auf „Naviti“ zurück. Dafür habe ich aber überraschenderweise noch mal Stephanus (auch aus Deutschland) getroffen, der an diesem Tag auf „Naviti“ ankam. Es fing an zu regnen und wir unterhielten uns und schauten einen Film. Am Abend war „Internationaler Abend“ und jeder musste etwas aus seinem Land vortragen. Wir haben also unsere Nationalhymne gesungen und den Anderen bei ihren Vorträgen zugesehen. Es gab ein Lagerfeuer und ich habe mich noch lange mit Stephanus (über das Leben und das Reisen) unterhalten.

Am Mittwoch hat es immer noch geregnet. Meine Laune war dementsprechend nicht so gut, denn auf den Inseln ist es echt langweilig, wenn es regnet. Man kann einfach nichts machen!! Ich habe also mal wieder Tagebuch geschrieben und an meinem Blog gearbeitet. Danach musste ich meinen Backpack packen und mich für meine Abreise vorbereiten. Nach dem Mittagessen musste ich Abschied nehmen und es ging weiter nach „Wayalailai“. Es blieb nicht nur beim Regen…ein Sturm zog auf! Ich war auf der Fähre Richtung „Waya Island“ und die Wellen wurden immer größer. 5 Meter Welle, 7-8 Windstärken und jeder Zweite wurde Seekrank und hat sich übergeben! Es hat gestunken und ich wollte einfach nur noch raus, weil mir schon ganz schlecht wurde. Zum Ausgang laufen war aber nicht mehr möglich, denn die Fahrt war wie auf einem „Freefall Tower“! Stand man, ist man auch gleich einen halben Meter nach unten gefallen, wenn der Bug des Schiffes von der nächsten Welle gefallen ist. Die Fahrt war der reinste Horror und ich dachte bis dahin noch nicht, dass es noch schlimmer werden würde. Zwischen den Inseln „Waya“ und „Wayalailai“ haben sich die Wellen so richtig aufgetürmt. Dann die Durchsage: „Alle Passagiere für Wayalailai müssen jetzt aussteigen!“ Ich lief zum Ausgang und ich wollte alles….nur nicht vom Boot! Die Wellen waren 5-6 Meter hoch, es hat geschüttet und das Zubringerboot war (mal wieder) ein kleines Fischerboot! „I stay here!“, sagte ich und wollte mich nicht rühren! Aber ich hatte keine Wahl…ich hatte nur bis zu diesem Stopp bezahlt! Ich stand am Heck des Bootes und wartete auf mein Zubringerboot. Da war es auch….und schon wieder weg….nämlich 5 Meter weiter unten! Mit der nächsten Welle war es wieder da und dann auch gleich wieder weg. Ich musste den richtigen Moment abpassen (wenn das Boot auf der Welle ist) und dann springen. Ich stand wie angewurzelt und konnte mich nicht rühren, bis mich zwei Hände gepackt haben und ich 5 Meter tief gefallen bin. Ich war im kleinen Fischerboot angekommen und schon nach einer halben Minute durchnässt! Mein Backpack wurde hinterher geworfen und landete sogar im Boot! Das hat aber nicht viel gebracht, denn die Wellen „kamen über“ und haben das Boot zur Badewanne verwandelt! Ich schrie: „Schützt meinen Rucksack, dass er nicht nass wird!!“, aber es war schon zu spät. Eine Megawelle kam und hat unser Boot auf die Kante gelegt. Alles…ALLES ist im Wasser gelandet! SCHEIßE!!!! Ich schrie und war stinksauer! Alle meine Sachen (wirklich alles, was ich im Moment besitze!) war nass! Ich kam (oh Wunder!) sicher am Land an und wurde in Empfang genommen! Diesmal nicht mit Musik und Tanz, aber das hätte man im Sturmwind eh nicht gehört. Ich wurde in mein Zimmer gebracht und erst mal alleine gelassen. Erst da habe ich realisiert, was passiert ist. Ich schaute meinen Rucksack an und stellte fest, dass er komplett durchnässt war. Ich hatte NICHTS Trockenes mehr. Kein Handtuch, keine Klamotten….einfach nichts. Ich hätte fast geheult, aber ich kam gar nicht dazu, weil ich mit Zittern und Frieren zu tun hatte. Ich traf auf 3 andere Deutsche in meinem Zimmer, die ganz hilfsbereit  waren und so konnte ich mich nach einer kalten Dusche immerhin abtrocknen. Ich wurde den ganzen Abend nicht mehr warm und so bin ich gleich nach dem Abendessen ins Bett. Es hat die ganze Nacht weitergestürmt und es hat in unsere Zimmer rein geregnet. Es wurde einfach nichts trocken…alles war nass und kalt!! Ich hatte einen richtigen Hass auf „Fiji“!! Der Traum „Fiji“ kann eben auch zum Alptraum werden….ungefähr einmal im Jahr gibt es einen großen Sturm! Warum muss ich ausgerechnet in hier sein, wenn der Sturm ist??? WARUM? Immerhin konnte ich meine Papiere, Dokumente und Elektronik sichern, denn ich hatte einen „Kotzbeutel“ von der Fähre gesichert und ihn als Wasserschutz für meinen kleinen Rucksack genommen! Ein bisschen feucht wurde alles, aber immerhin funktioniert es noch! (Danke Kotzbeutel!!)

Am nächsten Morgen regnete es immer noch! Ich hatte absolut keinen Bock mehr und wollte einfach nur noch nach Hause…irgendwohin wo es trocken ist und ich ein paar trockene Sachen habe! Die Fijianer waren aber immer noch die Fröhlichkeit in Person! (Wie machen die das??) Zum Frühstück haben sie mich angegrinst und sie meinten, dass es bestimmt irgendwann wieder schön wird. (Wann ist irgendwann??) Einen Wetterbericht hatte aber niemand gehört. Ich vermute, dass es der Sonnentanz am Vorabend war, oder vielleicht, weil ich meinen Teller aufgegessen hatte, auf jeden Fall kam tatsächlich wieder die Sonne raus! DANKE! Ich war einfach nur noch Dankbar! Ich hing alles (auch meinen Rucksack) auf eine Wäscheleine oder legte es ins Gras und ließ es trocknen! Es ist immer noch alles salzig, aber immerhin habe ich wieder ein paar trockene Sachen zum Anziehen! Ich freute mich wie ein kleines Kind über ein trockenes T-Shirt! Den restlichen Tag habe ich ein bisschen Sonne getankt und mich auf eine Erkundungstour begeben. „Wayalailai“ ist ja doch ganz schön, wenn das Wetter passt. Ich traf auf eine Autorin und unterhielt mich noch lange mit ihr. Sie schrieb schon drei Bücher und sie sagte zu mir: „Ach weißt du, wenn man ein Buch schreiben will, dann braucht man genau solche Erlebnisse wie du gestern hattest!! Sonst ist das Buch ja langweilig, wenn nichts Aufregendes passiert!“ Recht hatte sie! Also habe ich schon wieder lachen können und meine Fijireise weiter genossen. Nach dem Nachmittagstee ging ich noch „hiken“. Die Wandertour führte zum „Giant Wobbling Rock“ und zum „White Big Rock“, also nur bergauf. Es war richtig anstrengend und durch die Hitze wurde es nicht besser. 1 ½ Stunden nur nach oben, aber es hatte sich gelohnt! Wir hatten einen atemberaubenden Ausblick!! Wir sahen unsere Hostelanlage von oben und die nächste Insel „Kuarta“. Wir genossen die Sicht eine Weile und wagten uns dann schließlich an den rutschigen Abstieg! Pünktlich zum Abendessen waren wir zurück und den Abend haben wir mit einem schönen Unterhaltungsprogramm (Fiji-Tanz und Gesang) ausklingen lassen.

alles nass….

Trockenaction Teil 1

Mit diesem Boot ist das Unglück passiert….bei 6 Meter Welle!

der Regen zieht weg…man sieht das Wayalailai Hostel

bei schönem Wetter am Strand

Hikingtour!!! Die letzten Meter waren nur noch barfuß zu bewältigen!

geschafft!!!- oben angekommen!

Aussicht auf Kuarta

Hostel von oben

Aussicht genießen

steiler Abstieg

Am Freitag wachte ich mit Vorfreude auf, denn ich hatte einen Schnorchelausflug gebucht! Auf dem Programm stand: „Chrissi geht mit Haien schwimmen!“ Ich machte mich also fertig, frühstückte und fuhr mit dem Boot in das nächste Riff! Ich sprang ins Wasser und sah schon vor dem ersten Atemzug einen Hai! Wow….ich war umgeben von einem wunderschönen Riff, bunten Fischen und mindestens 6 Haien! Ich schwamm mit den Haien und unser Tourguide fing sogar einen Hai für uns ein. Ich konnte ihn also anfassen und streicheln! Ich fühlte mich wie im Streichelzoo….nur eben unter Wasser und mit Fischen! 🙂 (Eine Haihaut fühlt sich an wie Leder!) Nach dem Schnorcheltrip fuhren wir wieder zurück und ich verbrachte den Tag am Strand und im Wasser. Ich konnte nicht genug vom Schnorcheln und den vielen bunten Farben bekommen und so zog es mich immer wieder ins Wasser. Am Abend war ich dementsprechend müde und nach dem Abendessen und Unterhaltungsprogramm ging es für mich ins Bett!

auf gehts zu dein Haien

gestern noch auf dem Berg…heute von unten

Ich beim Schnorcheln

zwei kleine Riffhaie unter mir

Am nächsten Morgen packte ich meine (endlich trockenen Sachen) zusammen und machte mich zur Abreise bereit. Ich verbrachte den Tag am Strand und wartete auf mein Boot. Es ging nach „Bounty Island“ einem „2 Kokosnussresort“! (In Fiji gibt es 1 Kokosnuss = Hostel, 2 Kokosnüsse= Resort, 3 Kokosnüsse= für die ganz reichen Leute!!) Ich schlafe normal immer nur in einer Kokosnuss, weil ich mir nicht mehr leisten kann, aber für eine Nacht bin ich dann mal auf „Bounty Island“ gegangen, damit ich das günstigere Boot für den nächsten Tag erwischte. Ich ließ es mir also am Pool gutgehen und genoss einen Cocktail. Am Abend schaute ich mir den Sonnenuntergang an und unterhielt mich mit einer Deutschen in meinem Zimmer.

Ich beim „abhängen“

am Bounty-Pool

Sonnenuntergang auf Bounty

Am nächsten Morgen genoss ich ein wunderbares „Resort-Frühstücks-Buffet“ und machte mich danach auf eine kleine Erkundungstour. Ich lief um die Insel herum und das hat mich ganze 20 Minuten gekostet!! Also immerhin 10 Minuten mehr, als auf „Beachcomber Island“!! 🙂 Die Insel ist also auch echt winzig!! Danach wartete ich am Pool auf mein nächstes Boot, welches mich später zu „Mana Island“ brachte. Am Nachmittag kam ich dort an und genoss die Sonne, den Strand und das Meer. Ich war eine Weile schnorcheln und lief schließlich ein bisschen am Strand entlang. Ich traf zwei Amerikanerinnen mit denen ich mich gut verstand. Wir liefen zusammen zum „Sunset Beach“ und genossen den Sonnenuntergang! Danach ließen wir den Abend mit einem Glas Wein an der Strandbar ausklingen!

erster Blick auf Mana Island

Ich am Sunset Beach

natürlich mit Sunset….

Heute war wieder ein ganz wunderbarer Tag! Die Sonne scheint in den letzten Tagen ununterbrochen und somit ist es richtig heiß! (So wie Fiji sein soll!!) Ich lief mit meinen Zimmergenossen um die gesamte Insel „Mana“ herum! Dieser Spaziergang hat uns über zwei Stunden, viel Energie und Klettervermögen gekostet! „Mana Island“ ist nämlich etwas größer!! 🙂 Wir hatten aber viel Spaß und viel Zeit zum Unterhalten. (Ich treffe auf meiner Reise immer sehr interessante Menschen!) Auf dem Rückweg sind wir an einem „3 Kokosnussresort“ vorbeigekommen. Dort habe ich drei Segelboote liegen sehen und konnte natürlich nicht anders…ich musste herausfinden, ob man die mieten kann! Ich fragte im Resort und bekam die Antwort: „Nein, die Boote sind nur für unsere hauseigenen Gäste…mieten ist nicht möglich!“ Mist, dachte ich mir!! Ich bittete und bettelte und gab einfach alles….der Fijianer bekam mein süßestes Lächeln und wurde schließlich doch ganz weich! (Yes!!!) Schließlich sagte er: „Ok, aber das ist ein Geheimnis zwischen dir und mir!!“ Ich bekam ein Boot für eine halbe Stunde und segelte ein bisschen durch die Gegend! Ich hatte richtig viel Spaß!!! Jetzt bin ich aber auch k.o. (zu viel Sport und zu heiß hier!!). Ich werde mir gleich einen kühles Getränk gönnen und mich in die Hängematte legen!

um die Insel laufen und andere Inseln ansehen…

Ich gehe Segeln- und das auf Fiji!! 🙂

Ich melde mich wieder, wenn ich auf dem Festland bin!

Bis bald,

eure Christiane



Inselhopping Teil 1

4 09 2012

Hallo meine Lieben,

ich melde mich doch schon etwas früher als gedacht! Es kommt sonst einfach zu viel zusammen und ich will euch nicht so lange warten lassen.

Am Montag (vor einer Woche) habe ich eine Fahrradtour mit Iliesa (gehört zu Diana´s Familie) gemacht. Es war wolkig und nicht zu heiß, also sind wir bis nach „Nadi City“ gefahren. Wir haben eine Stunde gebraucht und in der Stadt waren wir dann ein bisschen bummeln. Die Straßen, hier in Fiji, sind genauso schlecht wie in Indien! Fahrradfahrer sind hier echt in Lebensgefahr!! Die Schlaglöcher sind riesig und die Autofahrer nehmen keine Rücksicht! Sie fahren nur haarscharf an einem vorbei oder sie hupen vorher, damit man vor Schreck noch vom Fahrrad fällt. Spaß macht das gar nicht!! Aber wir mussten ja auch wieder zurück! Die Wolken verzogen sich und die Sonne kam raus…es wurde richtig heiß!! Ich bin bei gefühlten 50°C und ohne Sonnencreme auf der Haut wieder eine Stunde zurück gefahren. Ich habe die Rückfahrt nur noch mit Fluchen überlebt! Nach einer kalten Dusche und einem Eis ging es mir aber wieder besser und ich habe den restlichen Tag noch im Garten verbracht. Am Abend haben wir gegrillt und Kokosnuss-Cocktails getrunken!

Fahrradtour mit Iliesa

Ich im Garten

Kokosnuss-Ernte

Kokosnussmilch….

mhm lecker…

BBQ

„Bula“ Cocktail

Am Dienstag habe ich meine Wäsche gewaschen. Das hat mich den halben Tag gekostet, denn alle meine Sachen waren von meinem Trip schlammig!!! Ich musste meine Sachen teilweise zweimal waschen, bis der Dreck raus war. Es war so heiß an diesem Tag, dass ich den restlichen Tag nur noch mit relaxen (und schwitzen) verbracht habe. Ich habe in meinem Buch gelesen und Musik gehört!

Mittwochs war es zum Glück wieder ein paar Grad kühler. Ich habe meinen Rucksack gepackt, meine Akkus (Kamera, Handy, Laptop…) aufgeladen und ich war einkaufen (was man halt so für die Inseln braucht). Kurz gesagt: Ich habe mich auf meinen 16-Tages-Trip vorbereitet. Ich war mit Diana in „Lautoka“, einer Stadt ca. 30 min. von „Nadi“ entfernt. Dort waren wir bummeln und haben unsere Einkäufe erledigt. Auf dem Rückweg ist mein Handy (nun ganz!!) kaputt gegangen. Es ging überhaupt nicht mehr an und somit fuhr ich noch nach „Nadi“ um mein neues (altes) Handy (welches mir Andy in Australien gegeben hatte) freischalten zu lassen. 30 Dollar später hatte ich immerhin wieder ein Handy und meine Kontakte! Jetzt brauche ich nur noch einen Adapter, damit ich es auch in der USA verwenden kann. Vier Couchsurfer-Mädels kamen am Abend bei Diana an und wir haben uns lange unterhalten und Reiseerfahrungen ausgetauscht, bevor ich früh ins Bett bin.

Um 5 Uhr morgens klingelte mein Wecker. Ich machte mich auf den Weg zum Flughafen und checkte beim „Awesome Adventure Office“ ein. Sie gaben mir mein Bootsticket und mit dem Transfer-Bus haben sie mich zum Fähren-Terminal gebracht. Dort gab ich mein Gepäck ab und landete (diesmal ohne Probleme) auf der richtigen Fähre. Ich traf gleich auf eine Engländerin, mit der ich mich super verstanden habe. Mit „Jenny“  konnte ich mich vier Stunden lang unterhalten, bis ich dann auf „Nacula Island“ angekommen war. Ich traf zwei deutsche Mädels die das gleiche Hostel gebucht hatten und zusammen machten wir uns auf den Weg. Wir wurden mit Musik, Tanz und einem herzlichen „Bula“ am Strand empfangen! „Welcome to Nabua Lodge“, hieß es und wir wurden gleich allen Anderen vorgestellt. Das Hotel ist ein Familienunternehmen und alle sind sehr herzlich dort! Jeder kennt Jeden und auch wir waren gleich „Teil der Familie“. Nach dem Mittagessen machte ich mich mit den Mädels auf eine kleine Erkundungstour, denn das Wetter war (ausnahmsweise!!) mal gar nicht gut und wir konnten uns nicht an den Strand legen. Wir machten eine kleine Trekkingtour über die Insel und genossen die Aussicht. Am Abend traf ich noch auf John und Sandra, die ich bei meiner Fiji-Experience Tour kennengelernt hatte. Sie kamen von einem Tagesausflug und es stellte sich heraus, dass sie im gleichen Hostel sind und sogar die Betten neben mir haben. Ich war also mal wieder nicht alleine! 😉 Nach dem Abendessen (Wow….die Küche ist hier soooooo gut!!) gab es noch ein paar Spiele und einen Bulatanz-Wettbewerb an der Bar.

Willkommen in der Nabua Lodge

Erkundungstour Nacula Island

Ich beim Insel-Trekking

am Strand

Am Freitagmorgen wurde ich von den Wellen (sind ja nur 30 Meter zum Strand!) geweckt. Nach dem Frühstück machte ich mich mit den Anderen auf den Weg zur „Blue Lagoon“, dem berühmten Spot hier in den Fiji´s. Hier wurde 1979 der Film „die blaue Lagune“ gedreht und es ist genauso paradiesisch wie im Film!! Das Wasser ist so kristallklar, dass man mindestens  10 Meter weit sehen kann. Es schwimmen hunderte verschiedene Fische in den Korallen, der Sand am Strand ist wunderbar weiß und alles erscheint so unwirklich und einfach nur schön. Wir verbrachten den ganzen Tag in der „Blue Lagoon“, wir waren schnorcheln und haben die Sonne genossen. Das Schnorcheln war einfach der Hammer…ich habe so viele schöne Fische und Farben gesehen und ich war mitten in einem Fischschwarm!!  Es war so richtig heiß und das Wetter wieder perfekt! Am Abend wurden wir mit dem Boot abgeholt und zu unserem Hostel zurück gebracht. Ich habe mir den Sonnenuntergang angesehen und danach aßen wir  zu Abend und es gab wieder ein paar Spiele an der Bar. Ich war so müde von der Sonne und dem Schnorcheln, dass ich früh ins Bett gefallen bin.

mit dem Boot zur Blue Lagoon

Korallen in der Lagune

Fische füttern

ich in der Blue Lagoon

Unterwasserwelt

im Fischschwarm schwimmen

die Blue Lagoon

Lebensgefahr!!

Fiji…..ein Traum!

Sonnenuntergang

Am nächsten Morgen ließ ich es ganz ruhig angehen. Nach dem Frühstück legte ich mich in die Hängematte und las für ein paar Stunden in meinem Buch. Ich spazierte ein bisschen am Strand und relaxte den ganzen Tag. Die Sonne und die Hitze hier macht echt müde und so hielt ich am Nachmittag noch einen kleinen Mittagsschlaf. Am Abend war „Fiji-Abend“ angesagt und so hatten wir ein Buffet mit vielen einheimischen Leckereien und einem wunderbaren Unterhaltungsprogramm. Die Familie tanzte und sang für uns, bevor es wieder eine Runde Kava gab.

Fiji Abend

Am Sonntag genoss ich den Vormittag in der Hängematte, bevor ich meinen Rucksack gepackt und mich auf die Abreise vorbereitet habe. Die Familie sang noch ein Abschiedslied am Strand und sie schauten meinem Boot noch lange hinterher. Der Abschied war wirklich nicht leicht, aber ich freute mich schon auf meine nächste Insel. Zusammen mit den beiden deutschen Mädels und einem Amerikaner machte ich mich auf den Weg zur „Naviti Island“. Dort checkten wir in das „White Sandy Beach Resort“ ein und auch da wurden wir wieder mit Musik und Tanz empfangen. Es gab einen Begrüßungscocktail  und danach machte ich einen langen Strandspaziergang! Am Abend gab es ein 3-Gänge Menu Abendessen und ein Unterhaltungsprogramm. Wir ließen den Abend mit einem Lagerfeuer am Strand ausklingen und gingen danach schließlich schlafen…unser Zimmer hier ist 5 Meter vom Strand entfernt! Mit den Wellengeräuschen bin ich also eingeschlafen.

ein letzter Blick auf Nacula Island

Begrüßung auf Naviti Island

Willkommen!

der Blick aus dem Fenster

Ich am Felsen

Abendprogramm

Am Montagmorgen sind wir um 6 Uhr aufgestanden, denn wir wollten mit den Mantarochen schnorcheln. Diese Fische schwimmen hier um die Insel herum und wenn man Glück hat, sieht man sie am Morgen. Wir hatten Glück und sahen 6 Stück. Wir sprangen ins Wasser und schnorchelten mit ihnen. Ein Rochen (von etwa 2 Meter) kam mit aufgesperrtem Maul auf mich zu….das war schon ganz schön unheimlich. Ich genoss diesen außergewöhnlichen Schnorcheltrip, auch wenn das Schwimmen ganz schön anstrengend war! Die Strömung war so stark, dass wir mit dem Boot immer wieder zurückgezogen werden mussten. Nach diesem Frühsport genossen wir unser Frühstück aber umso mehr und danach haben wir uns an den Strand gelegt. Den restlichen Tag verbrachten wir mit lesen, quatschen und Musik hören. Am Abend gab es wieder ein bisschen Bula-Dance!! 🙂

Mantarochen

Frühsport

Honeymoon Beach

hab mich gewundert, warum die gesammelten Muscheln wieder aus meiner Tasche krabbeln…

meine Lieblingsbeschäftigung

Heute verbringe ich den Tag wieder mit waschen und Blog schreiben. Mein Lieblingsplatz ist die Hängematte und ich glaube da wird man mich die meiste Zeit auch finden! 🙂

Ich melde mich wieder, sobald ich kann!

eure Christiane



„Fiji-Experience Woche“

26 08 2012

Hallo meine Lieben,

meine Woche war sehr aufregend und ich habe viel erlebt!! Hier ist meine Zusammenfassung:

Am Sonntag habe ich wirklich nur relaxt, meinen Blog geschrieben und meinen Rucksack für den anstehenden Trip gepackt.

Montags musste ich früh aufstehen, denn mein Trip um die Hauptinsel sollte um 8 Uhr in „Nadi“ starten. Ich machte mich also auf den Weg zum „Pickup-Point“ und wartete. Der Bus war schon 10 Minuten zu spät und ich wurde langsam unruhig (war ich wirklich am richtigen Ort?). Schließlich kam der Bus doch noch und der Tourguide meinte nur „Sorry, I´m to late…Welcome to Fiji-Time!!“  Hier dauert eben alles „ein bisschen“ länger! Mit mir zusammen starteten noch 7 andere Mädels die Tour und wir machten uns auf den Weg zu „Mango Bay“. Unterwegs machten wir Halt bei den Märkten in „Nadi“ und unsere Mittagspause war am Strand! Wir gingen baden und genossen die Sonne. Danach waren wir noch „Sandboarden“ und schließlich kamen wir am Abend im „Mango Bay Resort“ an. Dort checkten wir ein und genossen den Sonnenuntergang am Strand. Wir wurden mit einer Kava-Zeremonie empfangen, genossen ein gemeinsames Abendessen und danach gab es noch ein Krabben-Wettrennen in der Bar. Das war echt witzig! Schließlich sind wir alle müde ins Bett gefallen!

Mittagspause am Strand….klares Wasser…das ist Fiji!

das größte Resort auf der Hauptinsel

mal eben an der Flasche anlehnen 😉

auf den Sanddünen….ganz schön hoch

von oben sah das ganz schön gefährlich aus

unten angekommen…Gruppenfoto

im Resort

ein bisschen abhängen 😉

Sonnenuntergang

einfach schön

Kava-Zeremonie am Lagerfeuer

internationales Krabbenrennen…gewonnen hat Fiji (oh Wunder!) 😉

Am Dienstag ging es schon sehr früh weiter. Wir packten unsere Rucksäcke und bereiteten uns auf die Trekkingtour vor. Die Tourguides holten uns ab und wir fuhren in den Dschungel, denn da sollte unsere Trekkingtour anfangen. „Nehmt nichts mit, was nicht nass werden darf“, hieß es. Wir wussten auch schnell, warum er das sagte! Wir liefen durch Schlamm (Kniehoch!), durch sechs Flüsse (Brusthoch!) und durch den „Bush“. Ich habe schon viele Trekkingtouren gemacht, aber das war mit Abstand die Härteste! Ich steckte so tief im Schlamm, dass ich einen Schuh verloren habe!  Man war komplett schlammig und nass, als man am Ziel (den Wasserfall) ankam. Wir sprangen mit unseren Klamotten ins Wasser, um sie zu säubern. Wir verbrachten eine Weile am und im Wasserfall, bevor es mit dem Boot zurück ging. Mit dem Bus fuhren wir weiter bis „Pacific Harbour“ und wir checkten in das „Uprising Beach Resort“ ein. Dort gönnte ich mir eine Ganzkörpermassage (Fiji-Style) direkt am Strand! Richtig relaxt und mit einem Cocktail in der Hand genoss ich den Abend mit den anderen Mädels am Strand. Müde und erschöpft bin ich ins Bett gefallen!!

ab in den Dschungel

es wird langsam matschig

nach 5 Minuten!!!

Aussicht

Halbzeit

im Wasserfall schwimmen

wieder sauber 😉

am Ziel

mit dem Boot zurück

ab durch den Busch

auf dem Boot relaxen…Trekkingtour ist geschafft

unser Schlafzimmer im Resort

Am nächsten Morgen ging es schon früh weiter. Wir fuhren nach „Suva“, der Hauptstadt von Fiji. Dort machten wir eine Sightseeingtour und sahen das „Government House“ mit den Wachen und das Hibiskus-Festival, welches einmal im Jahr gefeiert wird. Danach fuhren wir weiter zu einem kleinen Dorf im Hinterland (Wailotua Village). Dort wurden wir traditionell mit Blumen und einer Kava-Zeremonie empfangen. Wir haben sehr viel über die Fiji-Kultur gelernt und sie haben uns ihr Bräuche näher gebracht und mit uns „traditionell“ getanzt! Dieser Nachmittag (in einem richtigen Fiji-Dorf) bleibt eine unvergessliche Erfahrung! Wir wurden so herzlich aufgenommen und sie haben sogar für uns gekocht! (Man muss essen so viel man kann, um ihnen seine Dankbarkeit zu zeigen!!) Richtig vollgefuttert sind wir danach zum Bamboo-Rafting gegangen. Das war wieder sehr nass, aber lustig!! 🙂 Am Abend kamen wir im „Volivoli Resort“ an und hatten noch ein letztes gemeinsames Abendessen mit der gesamten Gruppe.

die Wachen vor dem Government House

Hibiskus-Festival

Ankunft im Dorf

traditioneller Willkommensgruß

Kava-Zeremonie

Ich trinke Kava

essen so viel man kann…

Bula-Dance

Tanz und Gesang

Abendessen mit Fiji Experience

Am Donnerstag konnten wir endlich mal ausschlafen! Nach dem Frühstück hatten wir noch Zeit um am Pool oder am Strand zu relaxen. Ich habe mich ein bisschen gesonnt und ein Buch gelesen, bevor es gegen Mittag weiter ging. Wir sind zurück nach „Nadi“ gefahren und waren dort in den „Mud Pools“ und den „Hot Springs“! (Schon wieder Schlamm!!!) Nach der Schlammparty haben wir uns in den heißen Quellen gewaschen und sind weiter zum einheimischen Waisenhaus gefahren. Dort trafen wir auf 29 Waisenkinder in jedem Alter. Sie haben uns ihre Geschichten erzählt und für uns gesungen. BAMM…plötzlich der Schlag für mich! Ich erinnerte mich an Indien und Thailand zurück: „Wie geht es wohl Simran und Afsana?“ und  „Leben die Aidskranken Kinder in Thailand noch?“ usw.! Ich konnte nicht mehr an mich halten und habe einfach nur noch geweint…! Nach dem „Schock“ hieß es auch noch „Goodbye“ sagen, denn meine Tour um die Hauptinsel war vorbei und somit trennte sich die Gruppe wieder. Etwas müde und traurig verbrachte ich den Abend im Hostel in „Nadi“. Ich ging früh schlafen, denn mein Bus sollte am nächsten Morgen schon um 7 Uhr abfahren.

die Morgenstunden am Pool

Schlammbad

40°C heiße Quellen

im Waisenhaus

alle Kinder brauchen das Gleiche: Kuscheleinheiten!!

und ein bisschen lachen…

Pünktlich nach Fiji-Time (also 15 min. zu spät) fuhr der Bus am nächsten Morgen ab. Er brachte mich zum Fähre-Terminal. Ich hatte in meinem Fiji-Experience Busticket eine Nacht auf der „Beachcomber Island“ inklusive und somit reihte ich mich zum Check-In an der Fähre ein. Ich (mal wieder total beladen mit meinem Gepäck) rammte ein Mädchen hinter mir, als ich mich umdrehen wollte. „Oh, I´m so sorry!“, sagte ich und drehte mich um. Ich traute meinen Augen nicht: Das Mädchen hinter mir war Valentina! Ich traf sie in Australien und wir machten den Fraser-Island Trip zusammen. Wir unterhielten uns kurz über die Zeit in Australien und dann musste sie auch schon weg. So klein ist die Welt…ich habe mich so gefreut, sie noch mal zu sehen!! Ich gab mein Gepäck auf und reihte mich beim Check-In ein. Ich hatte noch 20 Minuten, bis meine Fähre losfahren würde. Die Frau am Check-In meinte, als sie meine Reservierung gesehen hat, dass ich die Reservierung erst gegen ein anderes Ticket umtauschen müsste. Direkt gegenüber war der Schalter dafür. Der Schalter war aber nicht besetzt! Ich suchte überall die zuständige Person und musste feststellen, dass diese in der überzogenen Frühstückspause war (Fiji-Time!). 10 Minuten bis zu meiner Abfahrt! Ich wartete und 5 Minuten vor meiner Abfahrt kam auch endlich eine Frau aus der Frühstückspause. Sie sagte mir, dass ich ein falsches Ticket habe und somit mit der 10 Uhr Fähre fahren muss! WAS??? „Aber mein Gepäck ist bereits auf dieser Fähre!“, sagte ich und zeigte auf das Boot. 2 Minuten bis zur Abfahrt! Sie ging mit mir zum Check-In Terminal und erklärte die Situation: „Diese junge Frau hat ihr Gepäck auf eurem Boot und es ist bereits zu spät, das Gepäck wieder auszuschleusen…kann sie bitte auf euer Boot einchecken?“ 1 Minute bis zur Abfahrt….ALLE PASSAGIERE WERDEN GEBETEN ZUR FÄHRE ZU KOMMEN…LETZTER AUFRUF…ALLE PASSAGIERE WERDEN GEBETEN ZUR FÄHRE ZU KOMMEN!!! Die zuständige Frau bequemte sich endlich mir ein Ticket auszustellen (in Zeitlupe…Fiji-Time!!)! und ich sagte mehrmals „Mein Boot fährt ab…mein Gepäck ist drauf…bitte beeilen sie sich!!!“ Nichts zu machen…Fiji-Time ist Fiji-Time!! Ich bekam mein Ticket endlich und rannte zu Fähre! Zu spät! Die Fähre ist bereits abgefahren…ich war eine Minute zu spät! „HALTET DAS BOOT AUF!!!!“ „HALTET DAS VERDAMMTE BOOT AUF!!!“, schrie ich immer wieder und rannte auf dem Steg!!! Ich sah mein Gepäck schon einsam auf einer Insel…weit weit weg von mir (ich hatte keine Ahnung, auf welcher Insel sie mein Gepäck ausladen würden)…ankommen! Ich war kurz vorm Durchdrehen!! Dann hörte ich meinen Namen rufen: „Chriiiisssiii, we are here!!!“ Ich drehte mich um und sah die Mädels von meinem Fiji-Experience Trip! Sie sagten mir, dass sie auch ein anderes Ticket haben und dass wir alle auf einer anderen Fähre fahren würden! „Aber mein Gepäck ist doch dort auf dem Boot, was abgelegt hat!“, erklärte ich. „Nein, nein…da haben wir uns schon drum gekümmert…wir haben dich am Check-In gesehen und den Beamten beauftragt dein Gepäck zu holen…siehst du da…da drüben ist dein Rucksack!“, sagte Sabrina. Ich schaute mich um und sah mein Gepäck…ich wusste nicht, ob ich jetzt heulen oder lachen sollte!?! Auf dieser Reise ist mein Rucksack alles was ich habe…wenn ich diesen verlieren würde, dann hätte ich nichts mehr. Zu guter Letzt sind wir (und unser Gepäck) endlich auf der richtigen Fähre gelandet. Wir fuhren zu „Beachcomer Island“ und verbrachten dort den Tag am Strand! Wir gingen in den Riffen schnorcheln und genossen die bunte Farbenpracht unter Wasser! Das ist gigantisch! Am Abend genossen wir noch unser „All Inclusive Buffet“ und einen Cocktail!

endlich auf der richtigen Fähre

Beachcomber Island

den Abend genießen

Am nächsten Morgen wurde ich vom Meeresrauschen geweckt. Nach dem Frühstück legte ich mich wieder an den Strand und genoss die Sonne. Ich entschied mich, einen kleinen Inselrundgang zu machen und es hat mich ganze 10 Minuten (zu Fuß!) gekostet, die Insel zu umrunden. Die Insel ist einfach winzig! (Aber schön!) Außerdem war das große Schwimmrennen zwischen den Inseln und ich beobachtete eine Weile die Sportler! Ich relaxte und machte mich schließlich zur Abreise bereit! Ich checkte aus und plötzlich das nächste „Problem“. „Kann ich ihren Boarding-Pass für  die Fähre sehen?“, fragte mich die Frau an der Rezeption! Blöderweise hatte ich keinen Boarding-Pass, denn am Vortag musste alles so schnell gehen (ihr erinnert euch…ich bekam mein Ticket in letzter Sekunde!!), dass sie mein Rückfahrticket vergessen hatten. Und jetzt??? Ich erklärte ihnen alles haarklein, aber sie wollten es nicht so recht verstehen. „Irgendwie muss ich aber wieder von dieser Insel kommen…und außerdem habe ich dafür bezahlt!“, sagte ich. Sie bekamen Mitleid und boten mir an, mich mit einem kleineren Boot zur Hauptinsel zu fahren. Das würde eine Stunde länger dauern, als mit der Schnellfähre…aber immerhin! Ich brachte also mein Gepäck und mich zum Strand. Als ich das Boot sah, wurde ich nervös. Mit einem kleinen Fischerboot brachten sie mich über den Pazifik zurück zu „Nadi“. Die Wellen waren 1-2 Meter hoch und ich wurde nass – richtig nass! Ich schütze mein Gepäck (viele Elektroniksachen und Papiere!) mit meiner Regenjacke und hoffe nur noch das Beste! Die Wellen waren so hoch und das Boot war ein winziges Spielzeug für den Ozean. Ich hatte echt Angst, dass ich diese Fahrt nicht überleben würde. Mit jeder Salzwasserdusche wurde ich wütender und wütender. Ich musste mir immer wieder „Leitfaden Nummer 2“ (aus dem Regelwerk „Wie überstehe ich meine Weltreise möglichst unbeschwert“) aufsagen: „This all is part of the experience!“ Ich sagte diesen Satz mindesten 50 Mal, bis ich fast schon über die Situation lachen konnte. Ich war eh schon komplett nass und ich konnte nichts ändern….also musste ich es hinnehmen! Schließlich habe ich die Überfahrt überlebt…und all mein Gepäck, meine Wertsachen und Papiere auch! Ich nahm ein Taxi bis zu Diana´s Haus und war heilfroh, als ich dort endlich ankam. Ich machte mir einen gemütlichen Abend und erzählte Diana von meinen Erlebnissen! Sie lachte nur und sagte: „You wanted a real Fiji experience…!” Ich lachte auch wieder….Recht hatte sie!! 🙂

ein großes Rennen zwischen den Inseln

die Schwimmer werden im Ziel gefeiert

Heute war ich ein paar Sachen einkaufen, denn ich möchte für Diana „Pasta“ kochen. Die nächsten Tage werde ich einfach nur relaxen, bevor es für mich (16 Tage lang) auf die Inseln geht!

Auf den Inseln habe ich wohl kein Internet zu Verfügung (und wenn, dann übertrieben teuer!!).

Ich melde mich wieder, sobald ich kann!

Moce

Eure Christiane



„Bula“ and Welcome to Fiji-Time!!!

19 08 2012

Bula (Hallo) meine Lieben,

nun hat die fünfte Etappe meiner Weltreise begonnen! Ich bin in Fiji angekommen!

Am Donnerstagmorgen (5 Uhr) bin ich nach 30 Stunden Reisezeit in „Nadi“ gelandet. Es war bereits richtig heiß und schwül, als ich aus dem Flugzeug ausgestiegen bin. Ich holte meinen Rucksack ab und wurde mit Musik und Fiji-Blumen empfangen. Mein Couchsurfer (Diana) wartete schon auf mich am Ausgang. Ich hatte das Gefühl wieder in Indien angekommen zu sein: Die Straßen waren schlecht, die Taxis die Selben und ca. die Hälfte der Bewohner sind Inder! Alles ist nicht so sauber und unheimlich heiß! Ich fuhr mit Diana zu ihrem Haus, in einem kleinen Fiji-Dorf. Sie zeigte mir das Haus und stellte mir die anderen Mitbewohner vor. „Fühl dich wie zu Hause und vor allem…relax…du bist in Fiji!“, sagte sie. Da ich ziemlich müde war, legte ich mich erst mal schlafen. Nach ein paar Stunden wachte ich auf und nach einer kalten Dusche unterhielt ich mich ein bisschen mit den Mitbewohnern. Ich war immer noch müde (vielleicht auch von der Hitze), also machte ich noch einen Mittagsschlaf! Ich wurde von Miriam (Mitbewohner) geweckt: „Ich muss zur Arbeit und wir haben dort eine Feuershow und traditionellen Tanz…möchtest du mitkommen??“ „Klar…geb mir fünf Minuten, dann bin ich fertig“, antwortete ich! „Oh…kein Stress…es ist Fiji-Time…du hast also 15 Minuten“, sagte sie lachend. Ich fuhr also mit ihr in die Stadt (selbst die Busse sind wie in Indien!) und aß erst mal ein Fiji-Abendessen (auch indisch!). Danach war die Show mit Feuertanz, Messertanz und Fiji-Tanz. Ich war begeistert. Ich habe auch gleich einen Fijianer kennengelernt, der mir den ganzen Abend nicht mehr von der Seite geweicht ist (auch das ist wie in Indien…ich bin eine weiße Frau!). Nach der Show fuhr ich mit Miriam zurück und legte mich schlafen!

Dorf vor Nadi

Dorf vor Nadi

der erste Blick auf die Hauptinsel

Hier wurde ich herzlich aufgenommen!

Welcome to Fiji!

Feuershow

traditioneller Tanz

es geht „heiß“ her

beeindruckend schnell

Nein, ich will dich nicht heiraten!! 😉

Am nächsten Morgen wachte ich erst spät auf! (Oh man…ich hatte echt Schlaf nachzuholen!) Ich machte den ganzen Tag: gar nix! Ich bin hier in Fiji um Urlaub zu machen! Es klingt komisch, wenn ich das sage, denn die meisten von euch denken ja, dass ich das ganze Jahr Urlaub habe?!  🙂 Das ist aber nicht so!! Meine Reise ist sehr anstrengend…ich sehe viele unterschiedliche Dinge…gute und schlechte,  jeden Tag Abendteuer und neue Erlebnisse, alle paar Tage an einem anderen Ort sein, mit dem Bus reisen, schweres Gepäck, dreckige Hostelbetten mit Bettwanzen, billiges Fastfood, den Schlafraum mit vielen anderen Reisenden und Schnarchern teilen, die Volunteerarbeit, fremde Kulturen, immer wieder Abschiede und Neubeginne usw.! Ich habe so viel in so kurzer Zeit erlebt, dass ich das gar nicht mehr alles verarbeiten kann! Ich bin müde…Reisemüde! Ich brauche ein bisschen Zeit für mich…Urlaub! Ich relaxte also den ganzen Tag in Dianas Haus, schaute DVD´s und las ein Buch. Ich machte noch einen kleinen Spaziergang zum Nadi-River und nicht mehr! Das war also mein Tag!

Nadi River

Spaziergang zum Fluss

Fiji-Flower-Power

Am Samstag plante ich meinen Trip für die nächsten Wochen: Ich werde am Montag den 20. mit meiner Tour um die Hauptinsel „Viti Levu“ beginnen. Nach der Tour (6 Tage später) werde ich noch mal zu Diana gehen und dort 4 Nächte verbringen, bevor ich das „Inselhopping“ in den „Mamanuca Inseln“ und in den „Yasawa Inseln“ beginne. Die Hauptinsel ist die größte Insel (man ist in 6 Stunden auf der anderen Seite) und es gibt noch weitere 330 kleine Inseln in den Fijis! Während auf der Hauptinsel die Einheimischen leben, sind die kleinen Inseln nur von Resorts und Hotels besiedelt. Ich werde mir deshalb beides ansehen, um mir ein Urteil über „Fiji“ erlauben zu können. Also 1 Woche Hauptinsel, 1 Woche „Nichtstun“ bei Diana und 2 Wochen 6 kleine Inseln : Beachcomber Island, Bounty Island, Nacula Island, Naviti Island, Waya Island und Mana Island! Danach komme ich für die letzen Nächte zurück zu Diana, bevor ich weiter nach America fliege! Das ist also mein Plan! 🙂 Nach meiner Planung machte ich mich noch mit Miriam auf den Weg zur Stadt. Dort bummelten wir ein bisschen und schauten uns die Märkte an. „Nadi“ ist nicht besonders groß! Ich besichtigte noch einen indischen Tempel (hatte ich ja jetzt lange nicht mehr!) und danach fuhr ich wieder zurück. Es wurde gekocht und ich aß mit der gesamten Fiji-Familie. Danach wurde ich in die „Kava-Tradition“  eingeweiht! „Kava“ ist das Nationalgetränk hier und genau genommen eine Droge (aber ganz legal!)! Man muss „Kava“ probiert haben, um sagen zu können, dass man in Fiji war…man sollte davon aber nicht so viel trinken! 😉 Man trinkt es nicht so einfach, sondern es ist eine richtige Zeremonie. Ich fand es sehr spannend in diese Kultur eingeweiht zu werden. Das war auch quasi meine offizielle Begrüßung: „Bula and Welcome to Fiji Christiane!“, begrüßte mich jeder Einzelne der Familie.

indischer Tempel in Nadi

Ich im Tempel

bunte Farbenpracht

indische Götter

Götter

Kava-Pflanze (getrocknet)

Kava als Pulver

Kava-Mixtur

Bula Vikka!

ganz ehrlich: schmeckt wie Dreckwasser! bäh! 🙂

Hier in Fiji ist Internet (vor allem schnelles Internet) nicht „normal“ und alltäglich!

Ich weiß nicht, wann ich mich wieder melden kann!

Ich melde mich sobald wie möglich!

Moce (Goodbye)

Eure Christiane



Sonne, Strand und Mee(h)r

28 10 2011