Meine letzte Insel & mein Fazit von Fiji

16 09 2012

Bula meine Lieben,

heute melde ich mich das letzte Mal aus Fiji. Ruck zuck waren die 34 Tage auf den Fiji-Inseln um und jetzt bin ich noch mal bei Diana. Am Dienstag geht es dann über die Datumsgrenze nach America!! Hier ist aber erst mal mein Wochenbericht:

Am Dienstag wanderte ich wieder über die Insel „Mana“ und lief zu einem Aussichtspunkt. Die Aussicht war wunderschön und man konnte bis „Castaway“ gucken. Dort wurde der berühmte Film „Castaway“ mit Tom Hanks (im Jahr 2001) gedreht. Nach der Wanderung gab es das Mittagessen und danach ging ich mit Peter, Kira und Jonas (drei Deutschen) zum „Sunset Beach“ zum Schnorcheln. Ein paar Stunden verbrachten wir unter Wasser, weil die Korallen und die Fische einfach atemberaubend schön waren. Auf dem Rückweg traf ich wieder auf Stephanus, den ich jetzt schon auf 3 verschiedenen Inseln immer wieder getroffen habe. Ich habe mich richtig sehr über die vierte Begegnung gefreut, denn wir verstanden uns immer super gut. Zusammen  ließen wir den Abend  an der Bar ausklingen.

ein Blick auf die Insel

Castaway-Island (links), Honeymoon-Island (rechts)

Ich am Aussichtspunkt

Schnorcheln

Unterwasserwelt

Nemo

Ich mit einem blauen Seestern

Mantarochen

Am Mittwoch mieteten wir uns gleich nach dem Frühstück zwei Kajaks. Stephanus und ich planten einmal um die Insel zu fahren, aber schon nach ein paar Metern stellten wir fest, dass die Strömung zu stark war. Es war also viel zu anstrengend (für mich!) und so ließen wir uns einfach ein bisschen treiben und paddelten zu den Segelbooten, die vor Anker lagen. Wir unterhielten uns mit den Seglern und Weltumseglern und genossen einfach ein paar Stunden auf dem Wasser. Am Nachmittag liefen wir noch auf die andere Seite von der Insel. Dort ist ein kleiner Berg mit einer richtig guten Aussicht und wir genossen den Blick auf die Insel. Am Abend fand das „International Crab Race“ statt. Für 5 Dollar konnte man sich eine Krabbe kaufen, die das eigene Land vertritt. Das Rennen ging los und wir feuerten unsere „Deutschland-Krabbe“ an. Und siehe da…..wir kamen ins Finale! 😉 Nach der deutschen Nationalhymne startete unsere Krabbe im Final (gegen Australien) und letztendlich haben wir sogar gewonnen! Ein witziger Abend ging (an der Bar) zu Ende.

auf dem Kajak

Stephanus und Ich

ein Blick auf die Insel Mana

Am nächsten Morgen regnete es wieder ein bisschen und somit habe ich den Tag mehr oder weniger „verbummelt“. Ich las in meinem Buch und hörte ein bisschen Musik. Danach musste ich wieder von meinen neuen Freunden Abschied nehmen. Stephanus, Kira und Jonas machten sich zur Abreise bereit. Ich verbrachte den Tag in der Hängematte und am Strand und am Abend ging ich endlich mal wieder früh schlafen! 🙂

Am Freitag musste ich mich um ein paar wichtige Dinge kümmern (organisatorisch). Ich habe mir ein Hotel für L.A. gebucht, meinen Flug bestätigt und lauter solche Dinge erledigt! Das hatte mich den ganzen Vormittag gekostet. Meinen letzten Nachmittag auf der Insel genoss ich noch mal in der Sonne und ich habe mir die „Coconut Demonstration“ angesehen und Kokosnüsse gegessen. Am Abend habe ich mir ein letztes Mal den Sonnenuntergang angesehen und mir einen Cocktail an der Bar gegönnt.

lecker Kokosnuss

lernen, wie man eine Kokosnuss öffnet (like Castaway) 🙂

Sonnenuntergang

Letzter Abend: Ich (braun gebrannt) beim Cocktail genießen!

Am Samstag musste ich packen und mit dem Boot wieder zurück nach Nadi fahren. Dort angekommen unterhielt ich mich eine Weile mit Diana. Die letzten Tage (bis Dienstag) werden sehr ruhig. Ich muss viel Wäsche waschen und mich auf meine Weiterreise vorbereiten! Ein schöner „Urlaub“ auf Fiji geht zu Ende. 🙂

Hier aber erst mal mein Fazit:

Die Menschen in Fiji sind sehr arm, aber einfach glücklich! Sie strahlen einem mit ihren großen „Bula-Lächeln“ an und meinen es auch tatsächlich so. Wenn Fijianer lachen, dann zeigen sie auch richtig ihre Zähne! Ehrlich…ich habe noch nie ein „so großes“ Lächeln gesehen. Sie sind sehr entspannt und sie kennen das Wort „Stress“ auch gar nicht. Außerdem sind sie sehr hilfsbereit und haben ein sehr großes Vertrauen zu fremden Menschen. Das Materielle oder das Geld spielt keine große Rolle, es ist wichtiger, dass eine Familie zusammenhält und es allen gut geht.

Das Land ist einfach traumhaft schön! Das tropische Klima sorgt für grüne Wälder, Dschungellandschaften und eine Pflanzenvielfalt. Das Wetter ist das ganze Jahr über sehr ähnlich…es ist heiß und feucht (und einmal im Jahr gibt es einen großen Sturm!!) die Die Hauptinsel ist leider sehr verdreckt und man sieht viele Müllberge. Wie auch in Indien, haben sie ihr kein Müll-Recycling. Der Müll wird alle paar Tage im Garten verbrannt und dementsprechend stinkt es und sieht es auch aus. Die kleineren Inseln sind dafür aber ein Traum. Jede Insel sieht anderes aus und hat andere Merkmale. Was aber jede Insel hat, sind die traumhaften Strände….weißer Sand und das kristallklare Wasser. Schnorcheln, Tauchen oder einfach nur Schwimmen ist ein Höhepunkt auf den Fiji´s. Die Fische und die Korallen sind so bunt und alles erscheint einem unwirklich schön.

Die Fijianer sind sehr stolz auf ihre Kultur. Trotz Tourismus kriegt man noch sehr viel von den Ursprüngen mit. Die Tänze, die Sprache, die Art und Weise mit der Natur umzugehen, die Kleidung und auch die Kava-Zeremonie ist in jeder Familie bekannt. Eine Familie lebt auch (meistens) unter einem Dach und arbeitet zusammen. „Einer für Alle“ und „Alle für Einen“….es wird einfach alles geteilt. In Fiji lebt man mit der Natur…man nutzt alles zum Essen, zum Heilen oder zum Dekorieren, so dass kaum Abfälle bleiben.

„Fiji Time“ ist eine ganz eigene Zeitzone. Die Zeit hat keinen Maßstab mehr:  5 Minuten können 20 Minuten oder auch eine Stunde sein. Wenn man aus Europa kommt, ist es sehr schwer dafür Verständnis zu haben….man möchte, dass das Essen pünktlich kommt und der Bus pünktlich abfährt. Man kann schon ganz schön „sauer“ werden, wenn man eine Stunde lang auf irgendetwas warten muss (oder wenn man fast seinen Backpack verliert…!)Wenn man sich allerdings anpasst und einfach gar keine Uhr mehr trägt, dann ist das Leben hier ganz einfach. Man steht mit der Sonne auf, man isst, wenn man Hunger hat, man geht schwimmen, wenn keine Ebbe ist und man ist einfach entspannt. Ich habe hier gelernt zu entspannen…also voll und ganz zu entspannen. Ich kann mehrere Stunden gar nichts machen und habe kein schlechtes Gewissen oder das Gefühl „etwas zu verpassen“. Ich bin wirklich „ruhiger“ geworden und am Ende voll und ganz in der „Fiji Time“ angekommen.

„Fiji“ ist ein absolut schönes Reiseziel. Man sieht viele Pärchen in den Flitterwochen, aber auch einfache Backpacker aus aller Welt. Es gibt 5 Sterne Resorts oder einfache Hostels, also ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. Das Klima, das Wasser und die Strände sind wunderschön und ich möchte gerne noch mal hierher zurück kommen!!! Solltet ihr also irgendwann mal in der Nähe sein (Australien oder Neuseeland), dann nehmt die Fiji´s unbedingt mit!! Weiterempfehlungsrate: sehr hoch!! 🙂

Jetzt geht es weiter mit meiner sechsten (und letzten) Etappe und somit mit der nächsten Kultur. Ich fliege nach Amerika und freue mich schon darauf, euch von meinem nächsten Abendteuer zu berichten.

mit meinen „7 Sachen“ ziehe ich weiter

Bis bald,

eure Christiane



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3 Antworten zu “Meine letzte Insel & mein Fazit von Fiji”

  • Hi Chrissi,
    ich wünsche Dir morgen einen guten Flug nach „California – The Golden State“. Ich gehe mal davon aus, dass das so eine Art „Kulturschock“ für Dich wird, nachdem Du jetzt von den relaxten Kiwis und OZs bei den noch viel relaxteren Fijis warst. 😉
    Aber das wird sicherlich auch nochmal ne geile Etappe – und danach freue ich mich schon drauf, Dich wieder zu sehen!
    HAVE FUN!!!

    Dicker Schmatza,
    Peter.

  • Madeleine sagt:

    Hey Chrissi,
    Wow, du bist wirklich ganz schön braun geworden =)
    Bei unserem tollen Sommer hier 😉 bin ich meine Winterblässe gar nicht erst los geworden :-/ Pack mir bevor du fliegst noch ein bisschen Sonne ein, ja?
    Dein Fidji-Zeiterlebnis klingt super. So eine Tiefenenspannung und Entschleunigung kann ich mir in unserer westlichen Welt gar nicht vorstellen. Aber erleben würde ich es nur allzu gerne auch mal…
    Ich drück dich ganz fest!

  • Anna-Lena sagt:

    Hallo Chrissi 🙂
    schön, dass es dir gut geht und du deinen Backpack nicht im Meer verloren hast 😉 Ich wünsche dir einen guten Flug nach Amerika! Genieß deine letzte Station 🙂 In Deutschland ist heute der letzte schöne und warme Tag, bevor es kühl wird. Ich denk an dich!
    Have fun!
    Deine Anna-Lena :-*

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