Optimist vs. Realist

11 01 2012

Es sind erst wenige Wochen vergangen, seit ich im Engelhorn Sports einen Trekkingrucksack gekauft habe. Ich kann mich noch genau an meine Rucksackberatung erinnern:

Ich: „Hallo, ich mache eine Weltreise und brauche einen Rucksack…was können Sie mir denn empfehlen?“

Verkäufer: „Wie lange werden Sie unterwegs sein und in welchen Klimazonen?“

Ich: „8 Monate….vorwiegend in warmen Gebieten.“

(ein Moment vergeht und der Mann scannt mich mit seinem Blick von oben bis unten durch)

Verkäufer: „Also für Sie habe ich nur wenige Rucksäcke zur Auswahl….sie sind so klein und ihr Rücken so schmal.“

(Na danke…wieder einer mehr, der mir sagt, dass ich klein bin…)

Verkäufer: „Ich habe hier zwei Rucksäcke…probieren Sie die mal an! Einen mit 55 L Volumen und einen mit 65 L Volumen….welchen möchten Sie haben??“

Ich: „Ich nehme den kleineren (55L!) Rucksack!!! Ich muss mir schließlich selbst ein Limit setzten, damit ich nicht so viel einpacke! *grins* “

Verkäufer: *lacht*

Weinige Wochen später, nämlich heute um ca. 13 Uhr: Ich packe meinen Rucksack und denke mir:

„Bin ich denn bekloppt????? Wieso hab ich nur den kleineren Rucksack genommen???“ *nicht mehr grins*

Ok….gehen wir das ganze mal praktisch an: Erstmal alles ausbreiten und einen Überblick verschaffen, was ich habe:

so viel Platz zum Füllen habe ich...

so viel Platz zum Füllen habe ich...

Einen 55L + 10L Trekkingrucksack und einen 25 L Tagesrucksack darf ich also befüllen! 🙂

diese Sachen müssen in den Rucksack

diese Sachen müssen in den Rucksack

Wenn man alles übereinander stapelt, von oben das Bild macht und den Schlafsack und das Moskitonetz nicht dazu legt, dann sieht es gar nicht mal so viel aus! 😉

Luft raus und Wasserdicht verpackt!

Luft raus und Wasserdicht verpackt!

Außerdem: Die Luft muss raus und alles wird wasserdicht verpackt! Durch spezielle, wasserdichte Vakuumbeutel spart man sehr viel Platz…..die drei vorderen Beutel beinhalten meine ganzen Klamotten für 8 Monate!!!

Tja und dann ging das große Quetschen und Stopfen los! Und als wäre das noch nicht schwierig genug, muss man sich auch noch an ein paar kleine Packregeln halten. Die leichten Sachen nach unten, die schweren Sachen auf Schulterhöhe und dicht an den Rücken dran, die am schnellsten benötigten Dinge ganz nach oben usw……

Eine halbe Stunde und einige Schweißausbrüche später, war dann endlich alles drin! Nur blöd, dass der Rucksack dann nur ganz knapp nicht mehr zuging! Mist!

Ok….ein T-shirt weniger, große Tube Waschmittel raus, ein paar Packungen Tempos weniger und alles noch mal neu verpackt….ging der Rucksack zu!!! Gott sei Dank!

Das ganze Ein-und – Auspacken habe ich dann gleich noch mal geübt und siehe da…der Rucksack ging immer wieder zu! 🙂

Das sind also die beiden vollen Reisebegleiter von mir:

voll und zu!

voll und zu!

Jetzt schnell noch auf die Waage und das Gewicht überprüfen….

Ups!!! Der große Rucksack bring 11,6 kg auf die Waage und der kleine Rucksack 6,5 kg!!!

Da ich in den meisten Fällen aber nur mit dem kleinen Rucksack unterwegs sein werde, geht das ja…..

Die kurzen Strecken mit beiden Rucksäcken (über 18 kg!!) werden aber ganz schön anstengend für mich!!

(Bruderherz, du hast Recht! Ich muss noch ein bisschen meine Arme und meinen Rücken trainieren!! 😉 )

Vorerst bin ich erschöpft (aber glücklich) vom Packen!

Zwar hat der Realist beim Packen das Rennen gemacht, aber ich bin immer noch optimistisch, dass ich das alles auch schleppen kann! 😉

Bis bald,

eure Christiane



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1 Antwort zu “Optimist vs. Realist”

  • Steffen sagt:

    Hallo Chrissi,
    ich bin mir ganz sicher, dass Du das alles schaffst und auch fit genug für das Schleppen beider Rucksäcke bist. Nur nicht den kleinen Maikäfer auf dem Rücken spielen – dieses ist auch für „kleine“ Chrissis vielleicht nicht ganz so gut! :-p
    Grüße Steffen

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